Cohn-Bendit "Es gab niemals Waffen in unserer Wohnung"


Paris - Der grüne Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit hat Anschuldigungen des ehemaligen Top-Terroristen "Carlos" gegen ihn und Außenminister Joschka Fischer über versteckte Waffen entschieden zurückgewiesen. "Carlos sitzt im Gefängnis, hat nichts zu verlieren und redet Unsinn", sagte Cohn-Bendit in einem französischen Rundfunksender.

Carlos hatte in einem Brief aus seiner Pariser Gefängniszelle behauptet, Fischer und Cohn-Bendit hätten in ihrer Wohngemeinschaft in Frankfurt 1974 Waffen und Sprengstoff für terroristische Zwecke versteckt. "Es gab niemals Waffen in unserer Wohnung", sagte Cohn-Bendit. "Carlos redet über Dinge, die er nicht weiß. Er war nie in Frankfurt. Mit seinen Aussagen will er alle Leute herabsetzen, die ihn verlassen haben."

Fischer hat in Frankfurt am Dienstag als Zeuge im Prozess um den Opec-Anschlag 1975 in Wien Vorwürfe zurückgewiesen, er habe für "Carlos" Waffen versteckt.



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