Proteste in Brasilien Präsidentin Rousseff kommt nicht zum Confed-Finale

Bei der Eröffnung des Confederations Cups in Brasiliens Hauptstadt wurde Präsidentin Dilma Rousseff kräftig ausgebuht. Auf einen Auftritt beim Finale will sie nun offenbar verzichten.

Dilma Rousseff: Confed-Cup-Finale ohne Brasiliens Präsidentin
AFP

Dilma Rousseff: Confed-Cup-Finale ohne Brasiliens Präsidentin


Brasília - Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff wird voraussichtlich nicht zum Endspiel des Confederations Cups nach Rio de Janeiro kommen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird die Staatschefin entgegen ursprünglichen Plänen am Sonntag nicht im Maracanã-Stadion sein, wo Brasiliens Seleção auf Welt- und Europameister Spanien trifft.

"Ich bin kein Prophet und weiß nicht, ob sie da sein wird. Ich habe bis jetzt noch keine Bestätigung, dass sie zum Finale kommen wird", sagte Fifa-Chef Sepp Blatter.

Rousseff und Blatter waren am 15. Juni bei der Eröffnung der WM-Generalprobe in Brasília massiv ausgepfiffen worden. Dies wurde als einer der Gründe für die Abwesenheit Rousseffs angeführt. Zudem werden am Sonntag in Rio erneut Massendemonstrationen erwartet.

Die Proteste richten sich gegen die Verschwendung von Steuermitteln für prestigeträchtige Sportveranstaltungen sowie die Kürzung der Sozialausgaben und die Korruption in der Politik. Als Reaktion hatte Rousseff am vergangenen Mittwoch das größte und umfassendste Reformpaket seit der Verabschiedung der Verfassung von 1988 angekündigt. Dennoch gingen anschließend erneut Zehntausende auf die Straße.

aar/dpa/sid

insgesamt 7 Beiträge
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forsthaus-neuhaus 29.06.2013
1. Blatter
Wann legt jemand Blatter das Handwerk? Wann wird die koruppte Fifa ausgemistet? Das Beispiel Brasilien zeigt, dass das Land Geld hat, Grossveranstaltungen in Milliardenhöhe auszurichten, während ein grosser Teil der Bevölkerung in Slums und Elendsviertel vegetiert. Es erinnert mich an Indien. Ein Teil der Bevölkerung verhungert, während der Staat Atomraketen baut.
güntilein 29.06.2013
2. Das Indien Atomwaffen hat, hat sicher auch für Sie nachvollziehbare Gründe.
Leider bleibt aus diesem Grund ein Teil der Bevölkerung auf der Strecke. Das die FIFA ausgemistet werden muss, ist allerdings mehr als nötig. Sich selbst kontrollieren zu lassen, scheint auch da nicht gewollt zu sein. Wollen wir hoffen, dass die Stadien auch nach der WM noch nutzbar bleiben. In Südafrika soll es wohl traurig aussehen.
eduardocruz 29.06.2013
3. Eins ist sicher...
hier gibt auch Meinungsfreiheit nicht! Ok, ich versuche nochmals mich milder auszudrücken. Dilma Rousseff und Ihre Partei sind die korruptes die Brasilien jemals hatte. Natürlich werde die Stadions in weniger Zeit nach der WM, bzw Olympiade vergammel und umbrauchbare Symbolen für das Verschwendung von Steuergelder sein... Und ist auch natürlich das Dilma und viele von Ihre enge Vertrauten in kurze Zeit, richtige große Farmen kaufen werden und alles als das natürliche und normale Sache der Welt währe...
lauscheid 29.06.2013
4. Die Vereine
Der Vereinsfussball in Brasilien hat mittlerweile Qualität. Nur das nicht alle Stadien Brasiliens wirklich genutzt werden. Die Arenen in Curitiba, Porto Alegre, Sao Paulo, Rio de Janeiro, Salvador, Recife und Fortaleza werden garantiert weitergenutzt. Wie es mit Brasilia, Manaus und Cuiabá aussieht ist eine andere Sache. Andererseits wurden die Standorte gewählt, um Touristen in die Gebiete zu locken. So ist Manaus Amazonasmetropole, Brasilia Hauptstadt und Cuiaba hat das Pantanal, einen riesigen Nationalpark mit riesiger Artenvielfalt in der Nähe. Nur wurde viel mehr ausgegeben als bei den letzten 3 WMs zusammen. Da ist etwas gewaltig schief gelaufen.
flug430 29.06.2013
5. Wer will sich schon neben Herrn Blätter ablichten lassen?
Das brasilianische Establishment ist korrupt und kann nicht von heute auf morgen beseitigt werden. Kommt dann noch ein korrupter FIFA Boss dazu, geht das Volk natürlich auf die Barrikaden! Auch zur WM im nächsten Jahr werden wir Demonstrationen gegen die Korruption erleben. Blätter ist einfach das rote Tuch, was der Auslöser war und auch in Zukunft sein wird.
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