Deutscher Arzt im peruanischen Urwald "Der Versuch, sich abzuschotten, hat nicht funktioniert"

Über Funk warnte ein deutscher Arzt Indigene im peruanischen Amazonasgebiet vor Covid-19, der Fluss wurde zeitweise gesperrt - trotzdem breitete sich das Virus massiv aus. Hier berichtet er, woran das lag und welchen Anteil die Regierung daran hat.

Ein Interview von Jens Glüsing, Rio de Janeiro
Die Tucunaré-Klinik am Río Chambira: den Fluss mit Stahlseilen blockiert

Die Tucunaré-Klinik am Río Chambira: den Fluss mit Stahlseilen blockiert

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Dirk Albanus/ Freundeskreis Indianerhilfe e.V.

Mediziner Albanus erklärt Urarina-Indigenen, wie sie sich gegen das Virus schützen: "Sie sehen Krankheit als Strafe"

Mediziner Albanus erklärt Urarina-Indigenen, wie sie sich gegen das Virus schützen: "Sie sehen Krankheit als Strafe"

Foto: Dirk Albanus/ Freundeskreis Indianerhilfe e.V.
Zur Person
Ärzteehepaar Celina und Dirk Albanus

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Dirk Albanus/ Freundeskreis Indianerhilfe e.V.

"Das Virus ist bei uns angekommen"
Urarina-Familie: In den Dörfern gibt es keine Schutzmasken

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Dirk Albanus/ Freundeskreis Indianerhilfe e.V.

"Manchmal erzählen uns die Indigenen nicht, wenn jemand gestorben ist. Sie empfinden Scham, weil sie den Patienten nicht zu uns gebracht haben"
Massengrab von Corona-Opfern bei Iquitos: "Sie haben die Patienten auf den Krankenhausfluren gestapelt"

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Foto: CESAR VON BANCELS/ AFP
 "Vermutlich wurde während der Quarantäne weniger gejagt"