Prostitution in Amsterdam Lockdown im Rotlichtviertel

Amsterdam ist bekannt für sein Amüsierviertel De Wallen. Gaffer und Partytouristen waren bis zur Corona-Pandemie ein Problem. Die Regierung will das ändern. Die Folge: Sexarbeiterinnen fürchten um ihren Job.
Eine deutsche Sexarbeiterin, die sich Eve nennt, an ihrem Arbeitsplatz im Rotlichtviertel von Amsterdam. Der Bezirk ist bekannt für Frauen wie sie, die von der Straße aus in rot erleuchteten Fenstern zu sehen sind. Manche meinen: zu bekannt

Eine deutsche Sexarbeiterin, die sich Eve nennt, an ihrem Arbeitsplatz im Rotlichtviertel von Amsterdam. Der Bezirk ist bekannt für Frauen wie sie, die von der Straße aus in rot erleuchteten Fenstern zu sehen sind. Manche meinen: zu bekannt

ANOEK DE GROOT/ AFP
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Seit vielen Jahren der Normalzustand in Amsterdams Rotlichtviertel: Partytouristen und Gaffer drängen sich vor den Fenstern, in denen Frauen ihre Dienste anbieten. Für Anwohner wie Sexarbeiterinnen wurde der Ansturm zunehmend zum Problem

Seit vielen Jahren der Normalzustand in Amsterdams Rotlichtviertel: Partytouristen und Gaffer drängen sich vor den Fenstern, in denen Frauen ihre Dienste anbieten. Für Anwohner wie Sexarbeiterinnen wurde der Ansturm zunehmend zum Problem

Peter Dejong/ AP

Die Sexarbeiterin Charlotte de Vries läuft Mitte Mai durch den Trompettersteeg. In der schmalen Gasse haben viele ihrer Kolleginnen ihren Arbeitsplatz. Vor der Coronakrise war dort kaum ein Durchkommen möglich

Die Sexarbeiterin Charlotte de Vries läuft Mitte Mai durch den Trompettersteeg. In der schmalen Gasse haben viele ihrer Kolleginnen ihren Arbeitsplatz. Vor der Coronakrise war dort kaum ein Durchkommen möglich

Anne Backhaus/ DER SPIEGEL

"Corona ist zwar gefährlich, aber trotzdem wie der Himmel für uns. Die Touristen waren die Pandemie."

Bert Nap, Anwohner in De Wallen

Sexarbeiterinnen als Touristenattraktion: Viele wurden unerlaubt fotografiert, bespuckt oder angepöbelt

Sexarbeiterinnen als Touristenattraktion: Viele wurden unerlaubt fotografiert, bespuckt oder angepöbelt

YVES HERMAN/ REUTERS

Nackte Hintern, Joints und Rotlicht: Die Postkarten in Amsterdam zeigen, warum die Stadt vor Corona ein Touristen-Hotspot war. Nun stehen sie wie ein Mahnmal vor den leeren Souvenirgeschäften

Nackte Hintern, Joints und Rotlicht: Die Postkarten in Amsterdam zeigen, warum die Stadt vor Corona ein Touristen-Hotspot war. Nun stehen sie wie ein Mahnmal vor den leeren Souvenirgeschäften

Anne Backhaus/ DER SPIEGEL

Anwohner Bert Nap hofft, die Krise als Neustart nutzen zu können: "Wenn die Sexarbeiter und ihre Klienten zurückkommen würden, gäbe es keinen Grund zur Beschwerde. Kommt der Massentourismus zurück, geht die Hölle einfach von vorne los"

Anwohner Bert Nap hofft, die Krise als Neustart nutzen zu können: "Wenn die Sexarbeiter und ihre Klienten zurückkommen würden, gäbe es keinen Grund zur Beschwerde. Kommt der Massentourismus zurück, geht die Hölle einfach von vorne los"

Anne Backhaus/ DER SPIEGEL

Dieser Beitrag gehört zum Projekt Globale Gesellschaft