D-Day-Feiern Merkel traf Trump für 20 Minuten

Kurz und knapp und gerade mal etwas mehr als eine Viertelstunde: Am Rande der D-Day-Feierlichkeiten in Portsmouth ist es nun doch zu einem Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und US-Präsident Trump gekommen.

Angela Merkel und Donald Trump in Portsmouth
DPA

Angela Merkel und Donald Trump in Portsmouth


Bis zuletzt war unklar, ob sich die beiden für ein Gespräch zusammenfinden würden, aber dann hat es doch geklappt in Portsmouth: Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump haben sich am Rande der D-Day-Feierlichkeiten getroffen.

Nach Angaben eines deutschen Regierungssprechers dauerte die Unterredung etwa 20 Minuten. Über Inhalte des Gesprächs am Mittwoch wurde von deutscher Seite zunächst nichts bekannt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte mit, Trump und Merkel hätten die aktuelle Situation in Libyen und die sich verschlechternde Lage in Westafrika besprochen. Sie hätten sich darauf geeinigt, ihre Gespräche beim G20-Gipfel Ende des Monats im japanischen Osaka fortzusetzen. Bei der Unterredung waren auch Trumps Sicherheitsberater John Bolton und sein amtierender Stabschef Mick Mulvaney dabei.

Merkel und Trump nahmen in der südenglischen Hafenstadt an der Feier zum Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg teil. Auch die britische Königin Elizabeth II., Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und Thronfolger Prinz Charles waren unter den Teilnehmern.

Merkel war in der vergangenen Woche in den USA gewesen, war dort aber nicht mit Trump zusammengekommen. Am vergangenen Donnerstag hielt die Kanzlerin eine Ansprache vor den Absolventen der US-Eliteuniversität Harvard in Cambridge bei Boston. In ihrer Ansprache grenzte sich Merkel scharf von der nationalistischen und protektionistischen Politik Trumps ab, ohne seinen Namen zu nennen.

als/dpa



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