Dänemark Mohammed-Karikaturist verurteilt Anschlagspläne

Der Karikaturist Kurt Westergaard hat sich erschüttert über die Anschlagspläne auf die "Jyllands-Posten" gezeigt. Die Bedrohung sei nicht vorüber, warnte er. Die dänische Zeitung hatte vor fünf Jahren seine umstrittenen Zeichnungen veröffentlicht. 

Kurt Westergaard: "Nicht einschüchtern lassen"
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Kurt Westergaard: "Nicht einschüchtern lassen"


Berlin - "Der vereitelte Anschlag ist ein direkter Angriff auf Demokratie und Pressefreiheit", sagte Kurt Westergaard der "Bild"-Zeitung. "Die Bedrohung durch islamistischen Terror ist nicht vorüber." Der dänische Geheimdienst hatte zuvor mitgeteilt, dass er einen Terroranschlag auf "Jyllands-Posten" verhindert habe. In Dänemark und Schweden wurden insgesamt fünf Verdächtige festgenommen, mindestens einer von ihnen gilt als radikaler Islamist.

Westergaard zeigte sich überzeugt, "dass der Bedrohung durch gewalttätige Islamisten nicht mit einer Beschwichtigungspolitik beizukommen" sei, sondern nur mit Standhaftigkeit. "Wir dürfen und werden uns Kritik am radikalen Islamismus nicht verbieten lassen. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen, wenn es um unsere Wertordnung geht." Westergaard bekundete zudem in der "Bild"-Zeitung sein Mitgefühl mit "meinen ehemaligen Kollegen der 'Jyllands-Posten', die ermordet werden sollten. Sie alle haben natürlich Angst um ihre Familien, ihre Frauen, ihre Kinder und sich selbst."

"Jyllands-Posten" hatte im September 2005 die umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht und damit in der muslimischen Welt eine Welle der Empörung ausgelöst. Seitdem hatte es immer wieder Drohungen gegen die Zeitung gegeben. Auf Westergaard wurde Anfang des Jahres ein Mordanschlag verübt, dem er knapp entging. Der umstrittene Zeichner wird seitdem rund um die Uhr von der Polizei beschützt.

ler/AFP



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aldente 29.12.2010
1. Entsetzlich!
Entsetzlich, dass wegen irgendwelcher Karikaturen vor ein paar Jahren jetzt schon zum wiederholten Male Menschen ermordet werden sollten! In Europa gibt es eine Scheindiskussion: Bulgarien wird scharf verurteilt, weil dort angeblich die Pressefreiheit bedroht sei. Die Wahrheit ist: Der Islam bedroht schon seit langem ganz aktiv die Presse- und Meinungsfreiheit *weltweit*! Wer etwas sagt, was denen nicht in den Kram passt, wird einfach ermordet, verbrannt oder in die Luft gesprengt! Es hilft nur eines: Wir müssen mit *unerbittlicher Härte* gegen jeden Islamisten und jeden Sympathisanten vorgehen! Die haben in Europa *nichts* zu suchen! Leider darf man solche Wahrheiten vor lauter Political Correctness nicht mehr aussprechen! Nein, wir sind ja sowas von politisch Korrekt, wir schweigen das Thema lieber mit aller Gewalt tot! Und wenn es dann Vorschläge gibt, dass man sich an Flughäfen vielleicht mal die arabischen Studenten mit Pilotenschein etwas genauer ansehen sollte, als die jungen schwangeren deutschen Frauen, dann wird so ein guter Vorschlag natürlich gleich wieder niedergemacht. Dieser vereitelte Anschlag zeigt mal wieder, welche Gefahr vom Islam ausgeht! Wir müssen endlich *angemessen (also mit aller Härte)* reagieren!
Jogibär.de, 29.12.2010
2. Gutmenschpolitik fördert indirekt den Terror
Unsere verweichlichte Gutmenschpolitik fördert indirekt den Terror. Statt uns konsequent für unser GG und unsere Meinungsfreiheit einzusetzen, lavieren wir nur dumm herum und laden die Terroristen ein, immer mehr zu fordern. Ob das brutale Schächten (gegen das GG), oder die Importbräute, ob neue Kopftuchmädchen oder Scharia, immer weichen wir zurück und treten die Errungenschaft unserer Eltern und Großeltern mit Füßen. Statt sich hinter die Karikaturen zu stellen, schauen wir betroffen weg, als wenn das uns nichts anginge und wir wollen lieber ohne Moral, aber so hoffen wir, können wir ohne Anschläge leben.
ArnoNym 29.12.2010
3. Titel
Zitat von aldenteEntsetzlich, dass wegen irgendwelcher Karikaturen vor ein paar Jahren jetzt schon zum wiederholten Male Menschen ermordet werden sollten! In Europa gibt es eine Scheindiskussion: Bulgarien wird scharf verurteilt, weil dort angeblich die Pressefreiheit bedroht sei. Die Wahrheit ist: Der Islam bedroht schon seit langem ganz aktiv die Presse- und Meinungsfreiheit *weltweit*! Wer etwas sagt, was denen nicht in den Kram passt, wird einfach ermordet, verbrannt oder in die Luft gesprengt! Es hilft nur eines: Wir müssen mit *unerbittlicher Härte* gegen jeden Islamisten und jeden Sympathisanten vorgehen! Die haben in Europa *nichts* zu suchen! Leider darf man solche Wahrheiten vor lauter Political Correctness nicht mehr aussprechen! Nein, wir sind ja sowas von politisch Korrekt, wir schweigen das Thema lieber mit aller Gewalt tot! Und wenn es dann Vorschläge gibt, dass man sich an Flughäfen vielleicht mal die arabischen Studenten mit Pilotenschein etwas genauer ansehen sollte, als die jungen schwangeren deutschen Frauen, dann wird so ein guter Vorschlag natürlich gleich wieder niedergemacht. Dieser vereitelte Anschlag zeigt mal wieder, welche Gefahr vom Islam ausgeht! Wir müssen endlich *angemessen (also mit aller Härte)* reagieren!
Wenn ich mir die meisten Äußerungen sowohl hier im SPON-Forum als auch in meinem privaten Umfeld so ansehe, findet hier gerade ein massiver Umschwung statt. Die Political Correctness wird m.E. vom Volk nicht länger akzeptiert, und unsere Politker haben jetzt ein Problem.
Pädagoge 29.12.2010
4. Westergaard
Zitat von sysopDer Karikaturist Kurt Westergaard hat sich erschüttert über die Anschlagspläne auf die "Jyllands-Posten" gezeigt. Die dänische Zeitung hatte vor fünf Jahren seine umstrittenen Zeichnungen veröffentlicht.*Die Bedrohung sei nicht vorüber, warnte*Westergaard. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,737046,00.html
Westergaard sollte beschämt schweigen. Er hat mit seinen dummen und unverhältnismässigen Karikaturen den Unfrieden zwischen Christentum und Islam überhaupt erst hervorgerufen.
Pädagoge 29.12.2010
5. Islam gehört dazu
Zitat von ArnoNymWenn ich mir die meisten Äußerungen sowohl hier im SPON-Forum als auch in meinem privaten Umfeld so ansehe, findet hier gerade ein massiver Umschwung statt. Die Political Correctness wird m.E. vom Volk nicht länger akzeptiert, und unsere Politker haben jetzt ein Problem.
Ich kann Sie beruhigen. In meinem privaten Umkreis findet sich niemand, der Herrn Dr. Wulff nicht mit vollem Herzen zustimmt. Dr. Wulff ist aus meiner Sicht gerade deshalb ein so volkstümlicher Präsident, weil er die Islamfrage mutig und ohne ideologische Scheuklappen angesprochen hat.
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