Dänemark Parlament berät über toten Frosch in Weingummi-Tüte

Aufregung in Dänemark: Das Parlament in Kopenhagen wird sich demnächst mit einem Lebensmittelskandal befassen. Vor gut einem Jahr war in einer Maxi-Tüte Weingummi ein toter Frosch gefunden worden. Die Opposition verlangt nun Aufklärung über den Fall.

Kopenhagen - Die Volksozialisten in Kopenhagen haben das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Sie verlangen Aufklärung, berichtete die Zeitung "Dagbladet" an diesem Wochenende. Die Regierung soll die Hintergründe des Lebensmittelskandals klären.

Was war überhaupt passiert? In einer zwei Kilogramm Maxi-Packung Weingummi, verkauft im Jahr 2007 an einem Kiosk in dem Ort Vinderup, hatte der Käufer den ekligen Fund gemacht: Zwischen bunten Gummibärchen steckte ein toter, getrockneter Frosch.

Er sei "empört über die Arroganz der Gesundheitsbehörde", erklärte nun Oppositionssprecher Kristen Touborg. Die Behörde hatte ein Jahr nach dem Auftauchen des eingetrockneten Frosches in dem Produkt eines auch in Deutschland bekannten Weingummi-Herstellers erklärt, sie habe die Hintergründe nicht aufklären können. Im Übrigen wäre auch der Verzehr des toten Tieres für niemanden gesundheitsschädlich gewesen.

"Woher wollen die das wissen?", fragte Touborg. Die Behörde habe nicht mal die Todesursache klären können. Sie musste auch auf die Frage passen, ob der Fremdkörper unter den Gummibärchen zur Gattung der Frösche in Jütland, dem dänischen Festland oder auf Seeland, der Insel mit der Hauptstadt Kopenhagen, gehört hatte.

Lokale Zeitungen monierten, dass unklar geblieben ist, ob der Frosch noch am Leben war, als er mit den Gummibärchen zusammenkam.

ler/dpa