Ziviles Schiff Dänemark transportiert chemische Waffen aus Libyen ab

Dänemark wird laut Parlamentsbeschluss dabei helfen, die Überreste von libyschen Chemiewaffen mit einem Transportschiff aus dem Land zu bringen. Sie sollen nicht in die Hände von Terroristen gelangen.


Dänemark will beim Abtransport von Waffenresten aus Libyen helfen. Das Parlament hat nun die Mission gebilligt, die von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) koordiniert wird. So soll verhindert werden, dass Chemiewaffen in die Hände von Dschihadisten gelangen.

Das Militärgerät soll mit einem zivilen Transportschiff aus dem Land gebracht werden. Die Aktion soll von einem Kriegsschiff begleitet werden. Es hat sich bereits am Mittwoch auf die Fahrt Richtung Libyen gemacht. Neben der Besatzung des Transportschiffes sind mehr als 200 Soldaten und Experten an der Mission beteiligt. Laut dem Außenministerium erwartet Dänemark, dass auch Finnland und Deutschland den Einsatz unterstützen.

Libyen hatte bis 2004 ein umfassendes chemisches Waffenprogramm. Die Sicherheitssituation in der Region ist so instabil, dass sich die Reste dieses Programms als Risiko erweisen. Deshalb hat das Land die OPCW um Hilfe bei der Beseitigung gebeten, damit die chemischen Waffen nicht zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gelangen.

Auch Syrien vernichtet seine Chemiewaffen mit internationaler Unterstützung. Auch dabei hatte Dänemark bereits ausgeholfen. Trotzdem sollen im syrischen Bürgerkrieg erst vergangene Woche wieder verbotene Chemiewaffen zum Einsatz gekommen sein.

vek/dpa/AP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.