Datenleck Norwegische Zeitung soll WikiLeaks-Dokumente erhalten haben

Eine norwegische Tageszeitung meldet, ihr seien mehr als 250.000 US-Geheimdokumente zugespielt worden. Diese hätten sich vorher im Besitz der Enthüllungsplattform WikiLeaks befunden.
WikiLeaks-Gründer Assange: Mögliche Veröffentlichung in Norwegen?

WikiLeaks-Gründer Assange: Mögliche Veröffentlichung in Norwegen?

Foto: James Fletcher/ dpa

Oslo - Die größte norwegische Tageszeitung "Aftenposten" meldet, sie habe uneingeschränkten Zugriff auf über 250.000 US-Geheimpapiere. Von WikiLeaks gab es vorerst keine Stellungnahme.

Wie seine Zeitung in den Besitz der hochsensiblen Informationen gelangt sein soll, wollte der Nachrichtenredakteur der "Aftenposten", Ole Erik Almlid, nach Informationen der norwegischen Wirtschaftszeitung "Dagens Naerings" (DN) nicht preisgeben. "Wir veröffentlichen unsere Quellen nie, auch nicht in diesem Fall", so Almlid laut "DN". Man könne über die Dokumente aber frei verfügen und prüfe nun eine mögliche Veröffentlichung.

"Aftenposten" erscheint zweimal täglich in der norwegischen Hauptstadt Oslo, die Auflage der Morgenausgabe liegt bei rund 250.000 Exemplaren.

Ende November hatte WikiLeaks für Furore gesorgt, als die Plattform viele Tausend vertrauliche oder geheime Berichte aus US-Botschaften veröffentlichte.

Der SPIEGEL und andere internationale Medien analysieren die Depeschen. Weltweit sorgten die Enthüllungen für große Aufregung.

jok