Dauerdemo in Athen Die Unbeugsamen vom Syntagma-Platz

Aus Athen berichtet

3. Teil: Der Umverteiler


Jörg Diehl
Dionysis Politis, 38, Busfahrer: Er trägt ein T-Shirt mit Totenkopf, auf dem St. Pauli steht, und dass er mit Leib und Seele Linker ist, daran lässt er keinen Zweifel. Seit einem Monat komme er nun Tag für Tag hierher, er habe extra seinen gesamten, seit Jahren angesparten Urlaub dafür genommen. "Es wird Zeit, dass die Menschen endlich aufhören, diesen Politikern zu glauben und sie zu wählen", sagt er. "Wir müssen unser Leben wieder selbst in die Hand nehmen und eine neue Verfassung entwerfen." Der Reichtum des Landes gehöre gerecht verteilt, gesetzliche Mindestlöhne müssten eingeführt werden, es solle ein Staat entstehen, auf den man stolz sein könne. "Deswegen bin und bleibe ich hier."

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