Defizitprognose 2002 Frankreich erhöht auf 2,8 Prozent


Paris - Die französische Regierung hat ihre Prognose für das Haushaltsdefizit 2002 auf 2,8 Prozent angehoben, bleibt damit aber unter der Defizitgrenze des Stabilitätspakts von 3,0 Prozent. Bislang war die Regierung von einem Staatsdefizit von 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgegangen. Haushaltsminister Alain Lambert machte für die Ausweitung der Verschuldung die andauernde Abschwächung der Konjunktur verantwortlich. Für das laufende Jahr werde nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent gerechnet, erklärte er nach der Kabinettssitzung am Mittwoch in Paris.

Die EU-Kommission hatte am Vortag eine Defizit-Frühwarnung an Paris gerichtet, weil die Neuverschuldung an die Obergrenze von 3,0 Prozent rückt. Nach EU-Vorhersagen dürfte Frankreich 2003 ein Defizit von 2,9 Prozent erreichen.

Frankreich hält an seiner Defizitprognose von 2,6 Prozent für 2003 fest, hieß es dagegen aus dem Wirtschafts- und Finanzministerium. Dazu würden entsprechende Anstrengungen unternommen, versicherte Lambert. Für das Haushaltsdefizit 2002 werden 46,8 Milliarden Euro veranschlagt. Noch im Sommer waren 44,6 Milliarden Euro erwartet worden.



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