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Dennis Ross Obamas Nahost-Beauftragter geht

Dennis Ross will sich stärker seiner Familie widmen: Der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für den Nahen Osten tritt zurück. Er wollte ursprünglich zwei Jahre für US-Präsident Obama arbeiten, verlängerte aber wegen des Arabischen Frühlings.

Washington - Der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für den Nahen Osten, Dennis Ross, gibt sein Amt auf. Der Diplomat sei knapp drei Jahre ein wichtiger Berater für Präsident Barack Obama gewesen, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes am Donnerstag in Washington.

Ross wollte ursprünglich von Vornherein nur zwei Jahre für Obama arbeiten, um sich dann stärker um seine Familie kümmern zu können. Dann verlängerte der heute 62-Jährige aber seine Tätigkeit wegen der Umwälzungen in Nordafrika, des Arabischen Frühlings.

Der langjährige Diplomat war unter den Präsidenten George Bush und Bill Clinton als Sondergesandter für Israel und die palästinensischen Gebiete mit dem Friedensprozess im Nahen Osten befasst. Ross wurde für seine Tätigkeit im Nahen Osten mit der Verdienstmedaille des US-Präsidenten sowie mit der höchsten Anerkennung des State Department ausgezeichnet. Er, selbst Demokrat, unterstützte Obama in dessen Wahlkampf 2008. Nach Obamas Wahlsieg wurde er 2009 von der neuen Außenministerin Hillary Clinton um Sonderberater für die Golfregion und Südwestasien berufen, wobei er sich nach Medienberichten insbesondere um die Beziehungen zum Iran kümmern sollte.

Ross' Rücktritt trifft die US-Regierung in einer Zeit verschärfter Spannungen zwischen dem US-Verbündeten Israel und Iran. Die Islamische Republik, die Israel das Existenzrecht abspricht, hat nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) an Atomwaffen gearbeitet.

heb/Reuters/AP