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14. April 2003, 16:55 Uhr

Der Diktator auf der Flucht

Jagd auf Pik-As Saddam

Osama Bin Laden ist immer noch untergetaucht, jetzt droht auch Saddam Hussein den Amerikanern zu entkommen. Damit der irakische Diktator und seine Getreuen den US-Fahndern aber nicht entwischen, soll ein Kartenspiel mit den 52 meistgesuchten Irakern bei der Jagd helfen.

Hamburg - Die Idee mit dem Kartenspiel soll von einem US-Reservisten stammen. Die 52 meistgesuchten Iraker sind in Kartenform auch auf der Internet-Seite des Pentagon zu sehen. Sie seien nicht nur praktisch zum Mitnehmen, sondern hätten auch eine spielerische Seite, erklärte ein US-Marineinfanterist.

Saddam selbst ist dabei das Pik-As. Seine Söhne Kussei und Udai sind als Kreuz-As beziehungsweise Herz-As zu finden. Der irakische Vizepräsident Taha Jassin Ramadan ist dagegen nur eine Karo-Zehn. Auf den Karten seien auch hochrangige Iraker abgebildet, die möglicherweise schon tot oder gefangen seien, betonte US-General Vincent Brooks vom Zentralkommando in Katar. Die amerikanische Regierung setzte auch eine Belohnung für die Ergreifung Saddams aus. Über die Höhe wird jedoch geschwiegen. Die Summe werde angemessen sein, hieß es.

Was passiert, wenn ein US-Soldat am Checkpoint einen Zivilisten vor sich hat und an Hand des Kartenspiels glaubt, es mit einem bösen Iraker zu tun zu haben, ist unklar. Das Pentagon teilte lediglich mit, die Gesuchten sollten "verfolgt, getötet oder gefangen genommen" werden.




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