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Lauschangriff: Mikrofon-Pannen der Politiker

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Politiker-Pannen "Wir beginnen in fünf Minuten mit der Bombardierung"

Peinlich, peinlich: Barack Obama geriet wegen eines Mikrofon-Patzers beim Nukleargipfel in Seoul in Erklärungsnot. Der US-Präsident ist aber nicht der erste Politiker, dem ein angeschaltetes Mikro zum Verhängnis wurde. Einer seiner Vorgänger drohte einst sogar mit Krieg.

Hamburg - Die Worte waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt: "Nach meiner Wahl habe ich mehr Flexibilität", flüsterte US-Präsident Barack Obama am Montag seinem russischen Amtskollegen Dmitrij Medwedew am Rande des Nukleargipfels in Seoul zu. Gemeint war damit die Haltung der US-Regierung zur atomaren Abrüstung. Was er nicht wusste: Die Mikrofone vor den beiden Politikern waren schon angeschaltet, die Medien schnitten jedes Wort mit.

Obamas Gegner stürzten sich sofort auf den Lapsus. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney bezeichnete Obamas Worte als "alarmierend und beunruhigend". Der Präsident müsse die amerikanische Öffentlichkeit über seine "wahre Agenda" informieren.

Obama versicherte am Dienstag in Seoul, er verheimliche den US-Wählern nichts. Doch der Präsident ist nicht der erste Staatsmann, der nach einer Mikrofon-Panne in Erklärungsnot gerät. Ronald Reagan, einer seiner Vorgänger, etwa scherzte vor einer Radioansprache an sein Volk: "Wir beginnen in fünf Minuten mit der Bombardierung." Reagan ahnte nicht, dass dieser Satz bereits mitgeschnitten wurde.

Auch George W. Bush und die ehemaligen britischen Premierminister John Major und Gordon Brown leisteten sich schon Mikrofon-Patzer.

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syd/dpa
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