Die Woche in Bildern Tränen, Träume und Trümmer

Eine Wiedersehensfeier, ein Jugendhappening, eine Abschiedsfete. Aber auch das Pokern um Milliarden und der Kampf um Leben. Die Woche der Politik in Bildern.


Machtwechsel bei den Demokraten. Al Gore (M.) wird als offizieller Präsidentschaftskandidat der Demokraten nominiert. Amtsinhaber Bill Clinton (l.) lässt sich noch einmal feiern - und erinnert die Wähler an einen alten Wahl- und Fleetwood-Mac-Slogan: "Don't Stop Thinking About Tomorrow" ("Hört nicht auf, über morgen nachzudenken"). Das gesunkene Atom-U-Boot "Kursk" bringt Russlands Präsident Wladimir Putin in die Bredouille. Erst nach tagelangem Zögern willigt er ein, dass der Westen bei der Rettung der Besatzung mithelfen darf. Seine Landsleute kritisieren auch, dass er weiterhin am Schwarzen Meer urlaubt, während in der Barentssee um das Leben der 118 Seemänner gekämpft wird. Wie ein Popstar wird Papst Johannes Paul II. von zehntausenden gefeiert, als er auf dem Petersplatz die Weltjugendtage der Katholiken eröffnet - im Heiligen Jahr doch noch ein publikumswirksames Ereignis in Rom.
Indonesische Studenten zünden einen Sarg mit dem Namen "Suharto" an. Sie protestieren gegen den früheren Diktator, der zwar seit Mai unter Hausarrest steht, dem aber noch immer nicht der Prozess wegen der massiven Korruptionsvorwürfe gemacht worden ist. Über drei Jahrzehnte hatte das Volk unter der Suharto-Sippe gelitten. "Dies ist ein Traum ... es ist ein Traum", sagt Lucrecia Dablo, 35, nach ihrer Freilassung immer wieder vor Glück schluchzend. Die philippinische Köchin war auf der malaysischen Urlaubsinsel Sipadan von den Abu-Sayyaf-Rebellen entführt worden. Für die westlichen Geiseln - darunter die Deutschen Marc und Werner Wallert - ging das Martyrium im Dschungel dagegen weiter.
Ein Iraker steht in den Trümmern in der Stadt Samawa. Die US-Luftwaffe hatte Stellungen der irakischen Flugabwehr bombardiert, dabei nach Augenzeugenberichten aber auch zivile Ziele getroffen. Washington rechtfertigte die Angriffe mit Attacken der Iraker auf britische und amerikanische Flugzeuge. Spannende und angenehme Tage für Klaus-Dieter Scheuerle, Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Durch die Versteigerung der UMTS-Lizenzen fließen 98,8 Milliarden Mark in die Kasse von Bundesfinanzminister Hans Eichel, der mit den Einnahmen die Staatsverschuldung verringern will. Aber auch die Länder melden Ansprüche an. Brennpunkt Baskenland. Ein vermummter Polizist bewacht in San Sebastian ein Mitglied der Terrororganisation Eta. In mehreren spanischen Städten wurde die Gewaltoffensive fortgesetzt, unter anderem wurden ein Geschäftsmann und ein Soldat getötet.



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