Diktatoren Bush verhängt Einreiseverbot gegen Lukaschenko

Der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko darf nicht mehr in die USA einreisen. Zur Begründung nannte US-Präsident George W. Bush Wahlbetrug, Menschenrechtsverstöße und Korruption.


Washington - Außer Lukaschenko dürften auch politische und wirtschaftliche Kräfte, die an den antidemokratischen Praktiken in der ehemaligen sowjetischen Teilrepublik teilgenommen oder davon profitiert hätten, nicht in die USA einreisen, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Lukaschenko war im März bei der Präsidentenwahl in Weißrussland mit offiziell 83 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Die Opposition sprach von Wahlbetrug.

Die EU und die USA haben die Wahl als undemokratisch bezeichnet. Die Europäische Union (EU) hatte Mitte April ein Einreiseverbot gegen Lukaschenko und 30 weitere Regierungsvertreter verhängt. EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hatte gestern angekündigt, die EU wolle ihre Sanktionen gegen Lukaschenko und weitere Politiker des Landes verschärfen und nun auch Vermögen einfrieren. Die Entscheidung solle in den kommenden Tagen fallen.

als/Reuters



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