Diskussion über Aufstockung Schäuble lehnt Billionen-Rettungsschirm ab

Italiens Premier Monti fordert eine Verdopplung des Euro-Rettungsschirms. Doch davon möchte Wolfgang Schäuble vorerst nichts wissen. Die Beschlüsse der Euro-Ländern seien "der richtige Weg - nur muss man ihn auch gehen".
Finanzminister Schäuble: Das tun, was verabredet wurde

Finanzminister Schäuble: Das tun, was verabredet wurde

Foto: dapd

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnt eine Aufstockung des europäischen Rettungsschirms ESM über das bisher vereinbarte Volumen von einer halben Billion Euro ab. Die Bundesregierung stehe zu den Beschlüssen des jüngsten EU-Gipfels in Brüssel. "Was im Dezember beschlossen worden ist von den Staats- und Regierungschefs, ist der richtige Weg - nur muss man ihn auch gehen", sagte der CDU-Politiker am Sonntag im "Bericht aus Berlin".

Nach SPIEGEL-Informationen fordert Italiens Ministerpräsident Mario Monti das Volumen des ESM auf eine Billion Euro zu verdoppeln. Eine ähnliche Forderung erhebt sein Landsmann Mario Draghi. Der Präsident der Europäischen Zentralbank vertritt einen Plan, mit dem das ESM-Volumen zumindest auf 750 Milliarden Euro erhöht werden könnte.

"Im März wird man noch einmal überprüfen, ob es ausreicht", sagte Schäuble mit Blick auf den Umfang des ESM. "Aber jetzt tun wir das, was verabredet worden ist." Das bedeute, die geplante Stabilitätsunion in Kraft zu setzen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikel wurde das Volumen des Rettungsschirms aufgrund falscher Agentur-Angaben mit einer halben Milliarde Euro angegeben. Tatsächlich handelt es sich um eine halbe Billion Euro. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

dab/Reuters/dapd
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.