Russlands Regierungschef Medwedew sieht Beziehungen zu USA auf Tiefpunkt

Die russisch-amerikanischen Beziehungen seien noch niemals so schlecht gewesen, sagte Dmitrij Medwedew. Über US-Präsident Donald Trump äußerte sich der Ministerpräsident hingegen positiv.

Dmitrij Medwedew
AFP

Dmitrij Medwedew


Russlands Regierungschef Dmitrij Medwedew sieht das Verhältnis zu den USA auf einem Tiefpunkt. Er könne sich nicht erinnern, dass die Beziehungen zwischen Moskau und Washington jemals so schlecht gewesen seien, sagte Medwedew in einem Fernsehinterview. Sie könnten aber verbessert werden - wie, verriet er nicht.

Wesentlich positiver äußerte sich Medwedew über Donald Trump. Er habe den US-Präsidenten als freundlichen Menschen empfunden. Trump sei sehr daran interessiert, mit Russland "positive Arbeitskontakte" zu schaffen. Medwedew warf US-Politikern vor, die "Russland-Karte" zu spielen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen und die Einstellung Trumps zu beeinflussen.

Unzufrieden mit der amerikanischen Politik äußerte sich der russische Außenminister Sergej Lawrow. "Leider handelt das Team von Donald Trump in vielen Punkten träge, und faktisch weicht es kaum vom Kurs von (Trumps Vorgänger) Barack Obama ab", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur RIA aus einem Interview, das Lawrow der italienischen Zeitung "Libero" gab.

Russland und die USA sind wegen zahlreicher Streitpunkte aneinandergeraten. So unterstützen sie unterschiedliche Konfliktparteien im Syrienkonflikt und in der Ukraine. US-Geheimdienste werfen der russischen Regierung zudem vor, sich in die amerikanische Präsidentenwahl im vergangenen Jahr zugunsten Trumps eingemischt zu haben. Im Raum steht deshalb die Frage, ob Trump beeinflussbar ist. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Trump hat erklärt, es habe keine Absprachen mit der russischen Seite gegeben.

als/Reuters



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paul.lemke 30.11.2017
1. Verspekuliert
Na da haben sich der "laut Gas-Gerd Demokrat" Putin und Co. wohl verspekuliert als er Trump im US-Wahlkampf mit allen KGB-Finessen unterstützt hat.
demiurg666 30.11.2017
2. schön
Schön das die Russen eine Meinung haben. Interessieren tut das aber nicht so lange sie andere Länder illegal besetzen und Angeltüren, Giftgas nutzende Diktatoren unterstützen und auch Diktatoren die mir Atomraketen drohen. Die Mengenrechtsverletzungen innerhalb Russlands sind da schon fast egal.... Die Menschen dort wählen ja weiter ihren lieben Führer Putin.
jetrabbit 30.11.2017
3.
Noch scheint Trump deeskalierend für die Beziehungen zu Russland zu sein. Die Scharfmacher der letzten 20 Jahre, insbesondere Clinton waren eine Katastrophe. Nun haben die Scharfmacher sogar die Idee verlauten lassen, alle russichen Geld/Gold Reserven in den USA zu stehlen. Ich glaube zwar nicht das die Clinton Gang soweit geht, aber es zeigt wie brisant die Lage ist. In diesem Sinne kann man nur froh sein, dass Trump der US Präsident ist. Noch ist Trump das beste was uns Europäern passieren konnte. Hoffentlich bleibt es dabei.
Milli_Teskilati 30.11.2017
4. Euer Forum wird mehr und mehr
Zum Panoptikum... nur weiter so
r.mehring 01.12.2017
5. Zur Erinnerung
Putin ist der Regierungsschef in Russland. Das heißt er vertritt die Interessen der Russischen Förderation, nicht die Interessen der EU, nicht die Interessen Deutschlands und vor allem nicht die Interessen der USA. Dafür wurde er nicht gewählt. Dumme Menschen machen ihm dies zum Vorwurf. Vielleicht weil sie es nicht gewohnt sind das ihr eigene, von ihren gewählte Regierung auch mal ihre Interessen vertritt. Vielleicht wissen sie es auch einfach nicht besser.
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