Umstrittene Entscheidung Stiftung kritisiert Trump für Abtreibungsdekret

Keine Entwicklungshilfe mehr für Organisationen, die Abtreibungen unterstützen: Diese Entscheidung von US-Präsident Donald Trump könnte Kritikern zufolge für einen Anstieg der Müttersterblichkeit sorgen.
Donald Trump

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Foto: SAUL LOEB/ AFP

Donald Trump gefährdet nach Ansicht der Stiftung Weltbevölkerung (DSW) die Gesundheit Tausender Mädchen und Frauen. Eine der ersten Anordnungen des neuen US-Präsidenten sieht das Verbot von Entwicklungshilfezahlungen an ausländische Organisationen vor, die Abtreibungen unterstützen.

DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr kritisierte Trumps Entscheidung scharf: "Das bedeutet, dass Millionen Mädchen und Frauen sich nicht mehr vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen können und ihnen im Falle von Gewalt keine sicheren Abtreibungsdienste zur Verfügung stehen."

Die Müttersterblichkeit werde weltweit wieder ansteigen, sagte Bähr. Vor allem für das Leben von Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern habe die Anordnung verheerende Auswirkungen. Entwicklungshilfe-Organisationen, die sich für Familienplanung einsetzen, würden die Aufklärung und Versorgung mit Verhütungsmitteln einschränken oder einstellen müssen.

Die Regelung, als "Mexiko-City-Politik" bekannt, wird seit 1984 jeweils im Wechsel von republikanischen Präsidenten eingesetzt und von demokratischen Präsidenten wieder aufgehoben. Sie galt bereits unter den früheren republikanischen PräsidentenRonald Reagan und George W. Bush.

cte/dpa

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