Zum Inhalt springen

USA Obama-Sprecher weist Trumps Abhörvorwürfe zurück

US-Präsident Trump hat auf Twitter behauptet, sein Vorgänger Barack Obama habe Telefone im Trump Tower abhören lassen. Ein Obama-Sprecher wies die Vorwürfe entschieden zurück.
Donald Trump und Barack Obama (Archivbild)

Donald Trump und Barack Obama (Archivbild)

Foto: © Carlos Barria / Reuters/ REUTERS

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. "Weder Präsident Obama noch irgendein Verantwortlicher im Weißen Haus hat jemals das Abhören irgendeines amerikanischen Bürgers angeordnet", teilte Kevin Lewis, Sprecher des früheren US-Präsidenten Barack Obama, am Samstag mit.

Am Morgen hatte US-Präsident Donald Trump in mehreren Tweets behauptet, Obama habe Telefone im Trump Tower während des Präsidentschaftswahlkampfs im Oktober anzapfen lassen. Belege hatte Trump nicht genannt.

Obamas Sprecher sagte nun, es sei eine Regel der Obama-Regierung gewesen, dass sich kein Mitarbeiter des Weißen Hauses in eine unabhängige Untersuchung des US-Justizministeriums einmische. Das Statement lässt theoretisch die Möglichkeit offen, dass das Ministerium eine Abhör-Aktion angeordnet haben könnte. Dies wiederum wäre nur mit Zustimmung eines Bundesrichters möglich - und würde voraussetzen, dass es Hinweise auf eine illegale Tätigkeit im Trump Tower gab.

Zuvor hatte bereits Obamas früherer Berater Ben Rhodes die Vorwürfe Trumps zurückgewiesen. "Kein Präsident kann eine Überwachung anordnen. Diese Einschränkung wurde eingesetzt, um Bürger vor Leuten wie Ihnen zu schützen", schrieb Rhodes auf Twitter - offenbar in Anspielung auf Trump.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der republikanische Senator des US-Bundesstaats South Carolina, Lindsey Graham, sagte: "Ich bin sehr besorgt, dass unser Präsident dem ehemaligen Präsidenten vorwirft, etwas Illegales getan zu haben." Er wäre aber ebenso besorgt, wenn die Obama-Regierung tatsächlich dazu in der Lage gewesen sein sollte. Es sei nun sein Job, dem nachzugehen. "Und ich verspreche, das werde ich", so Graham.

Das Weiße Haus wollte sich bisher nicht weiter zu den Vorwürfen äußern. Ein Sprecher Trumps sagte, der Präsident sei in Meetings, telefoniere und schlage Bälle auf seinem Golfplatz in West Palm Beach.

koe/Reuters/dpa