Fallende Umfragewerte Trump baut Wahlkampfteam um

Nur 82 Tage vor der Präsidentschaftswahl ernennt Donald Trump zwei neue Chefstrategen. Von seinem Kreml-nahen Wahlkampfchef will er sich aber nicht trennen.

Donald Trump (im Gespräch mit einem Sheriff)
REUTERS

Donald Trump (im Gespräch mit einem Sheriff)


Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat mit sinkenden Umfragewerten zu kämpfen. Zuletzt sprach er bereits darüber, was er im Falle einer Niederlage bei der Wahl am 8. November machen würde - einen langen Urlaub nämlich. Nun gibt er sich wieder kämpferisch: 82 Tage vor der Wahl baut er sein Team erneut um.

Stephen K. Bannon (Archivbild)
Getty Images

Stephen K. Bannon (Archivbild)

Am Mittwoch bestätigte Trump Medienberichte, wonach er zwei neue Mitarbeiter verpflichtet hat. Stephen Bannon von der konservativen Website Breitbart News soll CEO seiner Kampagne werden. Kellyanne Conway macht er demnach zur Managerin des Wahlkampfes.

Die beiden seien "große Menschen", sagte der Republikaner im Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AP. "Ich kenne beide schon seit langer Zeit. Sie sind großartige Menschen, sie sind Gewinner, Champions, und wir müssen gewinnen", sagte er weiter.

Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway
Getty Images/ Easy Access

Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway

An seinem umstrittenen Kampagnenchef Paul Manafort hält Trump allerdings fest. Die "New York Times" hatte berichtet, dass dem Top-Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten von Kreml-freundlichen Kräften fast 13 Millionen Dollar Schwarzgeld zugesprochen worden seien. Offen war allerdings, ob Manafort diese Summen tatsächlich erhalten hat.

Wahlkampfleiter Paul Manafort
AP

Wahlkampfleiter Paul Manafort

Erst im Juni hatte Trump seinen damaligen Wahlkampfchef Corey Lewandowski gefeuert. Bis dahin war Lewandowski sein engster Vertrauter. Zuvor hatte Trump mit seinen Äußerungen - etwa zum Massaker in Orlando - bei seinen Parteikollegen für Entsetzen gesorgt.


Ausfälle eines Präsidentschaftskandidaten

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vks/AP

insgesamt 56 Beiträge
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Renoir7 17.08.2016
1. Er wird gewinnen
Es wird wie bei den Brexit-Voraussagen sein.
kascnik 17.08.2016
2. Kommentar?
Die tendenziösen Berichterstattungen ohne den Vermerk "Kommentar" seitens des Spiegels nehmen langsam überhand. Aber die Redaktion darf sich sicher sein: der reflektierte Leser sieht in der Bemerkung "Kreml-nah" nichts verwerfliches, auch wenn der Spiegel dies gern so hätte!
magier 17.08.2016
3.
Aus dem Fakt, dass Manafort früher einmal den ukrainischen Präsidenten Janukowytsch beraten und dafür wahrscheinlich auch ein Honorar erhalten hat, machen die westlichen Medien, dass er "von kremlnahen Kräften Mio. an Schwarzgeld erhalten hat", wobei (für mich erstaunlich) allerdings zugeben wird, dass nicht sicher ist, dass überhaupt Geld geflossen ist und wenn ja, wieviel. Da liegt es nahe, Trump auch als "Kandidat des Kreml" zu bezeichnen (s. DIE LAGE bei spon heute morgen). So geht Propaganda!
muellerthomas 17.08.2016
4.
Zitat von Renoir7Es wird wie bei den Brexit-Voraussagen sein.
Aha, wie war das denn bei den Brexit-Prognosen? http://www.bloomberg.com/graphics/2016-brexit-watch/ http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2016/06/britain-s-eu-referendum Da waren die Prognosen offenbar sehr gut.
RenegadeOtis 17.08.2016
5.
Zitat von magierAus dem Fakt, dass Manafort früher einmal den ukrainischen Präsidenten Janukowytsch beraten und dafür wahrscheinlich auch ein Honorar erhalten hat, machen die westlichen Medien, dass er "von kremlnahen Kräften Mio. an Schwarzgeld erhalten hat", wobei (für mich erstaunlich) allerdings zugeben wird, dass nicht sicher ist, dass überhaupt Geld geflossen ist und wenn ja, wieviel. Da liegt es nahe, Trump auch als "Kandidat des Kreml" zu bezeichnen (s. DIE LAGE bei spon heute morgen). So geht Propaganda!
Naja, nicht wirklich. "Obama hat ISIS gegründet und die korrupte Hillary war Co-Gründerin" - so geht Propaganda.
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