Brief an Trump US-Demokraten Pelosi und Schumer pochen auf schärferes Waffenrecht

Odessa, El Paso, Dayton: Bei den bewaffneten Attacken wurden mehrere Dutzend Menschen getötet. Nach der Sommerpause des Kongresses geht die Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts weiter.

Nancy Pelosi und Chuck Schumer (r.) mit Donald Trump (2.v.r.) und US-Vizepräsident Mike Pence im Weißen Haus (Dezember 2018): "Epidemie von Mord und Chaos"
Mark Wilson/Getty Images/AFP

Nancy Pelosi und Chuck Schumer (r.) mit Donald Trump (2.v.r.) und US-Vizepräsident Mike Pence im Weißen Haus (Dezember 2018): "Epidemie von Mord und Chaos"


Die beiden führenden Vertreter der Demokraten im US-Kongress haben Donald Trump zu einer Verschärfung des Waffenrechts aufgefordert. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, veröffentlichten einen entsprechenden Brief an den Präsidenten.

Darin appellieren sie an den republikanischen Präsidenten, dazu beizutragen, "die Epidemie von Mord und Chaos zu stoppen, die Familien und Gemeinschaften im ganzen Land erschüttert".

Dutzende Tote bei Angriffen im August

Ende vergangenen Monats hatte ein vorbestrafter Schütze in Odessa im US-Bundesstaat Texas scheinbar wahllos das Feuer eröffnet und sieben Menschen getötet. Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren Blutbäder angerichtet - insgesamt wurden dabei 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Gewaltverbrechen führten zu erneuten Debatten über das Waffenrecht in den USA und dessen Reform.

Konkret riefen Pelosi und Schumer Trump auf, Einfluss auf den von den Republikanern kontrollierten Senat zu nehmen, damit diese Kammer über einen vom Repräsentantenhaus bereits im Februar beschlossenen Gesetzesentwurf abstimmt. Damit sollen Privatverkäufe von Waffen, bei denen keine Hintergrundprüfung des Käufers stattfindet, prinzipiell verboten werden. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, will die Kammer darüber erst abstimmen lassen, wenn Trump Position zu dem Entwurf bezogen hat.

In den USA, wo Waffen vielerorts sehr leicht zu kaufen sind, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Schützen in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten auf Passanten feuern. Tausende Menschen sterben jedes Jahr infolge von Schusswaffengebrauch.

asa/dpa



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draco2007 09.09.2019
1.
Ein Brief? Hoffentlich nicht mehr als 280 Zeichen... Mehr schafft der POTUS nicht...
widower+2 09.09.2019
2. Tausende?
Tausende Menschen sterben in den USA jedes Jahr infolge von Schusswaffengebrauch? Wohl eher Zehntausende. 2017 waren es zum Beispiel fast 40.000.
cvdheyden 09.09.2019
3. Nützt nix
Das wird nichts nützen, nichts. Mehr Waffen führen nicht zu mehr Gewalttaten. Die Schweizer Bundeswehrsoldaten haben Ihre Bewaffnung daheim mit Munition um im Ernstfall schneller einsatzbereit zu sein. Das führte nicht zu mehr Toten. Es ist reltiv egal, wie viele Waffen irgendwo rumschwirren. Es kommt auf die Nutzer an, die wohl meinen mit Gewalt Probleme zu lösen.
ein-berliner 09.09.2019
4. Verständlich
Es ist höchste Zeit für ein schärferes Waffenrecht, Cruise Missiles haben in Privathand wirklich nichts verloren. Immerhin dürfen die Magazine für die Millionen Pistolen in Privathand offiziell nicht mehr als 10 Patronen aufnehmen. Somit wird der böse Junge gezwungen mehrere Magazine zu schleppen oder weiter die illegalen Magazine verwenden. Aber es geht voran... immerhin werden Briefe geschrieben.
widower+2 09.09.2019
5. Nein!
Zitat von cvdheydenDas wird nichts nützen, nichts. Mehr Waffen führen nicht zu mehr Gewalttaten. Die Schweizer Bundeswehrsoldaten haben Ihre Bewaffnung daheim mit Munition um im Ernstfall schneller einsatzbereit zu sein. Das führte nicht zu mehr Toten. Es ist reltiv egal, wie viele Waffen irgendwo rumschwirren. Es kommt auf die Nutzer an, die wohl meinen mit Gewalt Probleme zu lösen.
Die Anzahl der Toten durch Schusswaffen ist in der Schweiz vier- bis fünfmal so hoch wie in Deutschland. Sie verbreiten Fake News. Dabei handelt es sich zwar zu einem großen Teil um Suizide, aber der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Schusswaffen und Tote durch eben diese ist weltweit klar empirisch belegt.
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