Angebliches Gespräch über Wahlbetrug Bernhard Langer bestreitet Trumps Darstellung

Donald Trump hat den deutschen Golfer Bernhard Langer als Kronzeugen für angeblichen Wahlbetrug angeführt. Langer dementiert nun, mit Trump gesprochen zu haben. Ganz unschuldig ist er an dem Gerücht aber nicht.

Bernhard Langer ein einem Golf-Turnier in Kalifornien
AFP

Bernhard Langer ein einem Golf-Turnier in Kalifornien


Der deutsche Golfprofi Bernhard Langer hat bestritten, US-Präsident Donald Trump persönlich über angeblichen Wahlbetrug in seiner Wahlheimat Florida informiert zu haben. Dabei handele es sich um eine "Fehldeutung der Medien", teilte der 59-Jährige mit.

Trump soll laut "New York Times" bei einem Empfang im Weißen Haus erzählt haben, Langer habe nahe seinem Wohnort in einem Wahllokal Schlange gestanden, bis ihn ein Wahlhelfer informiert habe, dass er nicht abstimmen könne. Vor und hinter Langer hätten hingegen Menschen gestanden, "die nicht aussahen, als ob es ihnen erlaubt sein sollte, zu wählen", die aber gleichwohl abgestimmt hätten, zitierte das Blatt den Präsidenten.

"Die geschilderte Wahl-Situation wurde nicht von mir an Präsident Trump übermittelt, sondern mir vielmehr von einem Freund erzählt. Ich gab die Geschichte dann in einer Unterhaltung an einen anderen Freund weiter, der sie an eine Person mit Beziehungen ins Weiße Haus weitergab. Dort wurde das dann missverstanden", erklärte Langer.

Er selbst sei zudem kein US-Bürger und dürfe nicht wählen, erklärte Langer weiter. Wegen der fehlenden Wahlberechtigung war die Geschichte bereits angezweifelt worden. Langers Tochter Christina hatte der "New York Times" gesagt, ihr Vater sei "kein Freund von Präsident Trump, und ich weiß nicht, warum der über ihn reden würde."

sun/AFP/sid



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