Syrienkonflikt Trump bestätigt Ende der Unterstützung für Anti-Assad-Rebellen

"Massiv, gefährlich und verschwenderisch": Trump hat sich erstmals zum Aus der Unterstützung für syrische Rebellen geäußert. Die Entscheidung ist offenbar Teil einer strategischen Neuausrichtung.
Donald Trump

Donald Trump

Foto: SAUL LOEB/ AFP

Donald Trump verkündete die Botschaft via Twitter: Er habe die "massiven, gefährlichen und verschwenderischen Zahlungen an syrische Rebellen, die gegen Assad kämpfen, beendet", schrieb der US-Präsident. Er bestätigte damit erstmals selbst, dass er die unter Barack Obama gestartete Unterstützung gestoppt hat.

Das Unterstützungsprogramm für die syrischen Rebellen war 2013 unter seinem Amtsvorgänger gestartet worden. Seitdem wurden Tausende Rebellenkämpfer ausgebildet und bewaffnet. Der politische Rückhalt für die islamistischen Rebellen ließ in den USA allerdings nach.

Die Gründe: Zum einen gewann für die US-Regierung in Syrien der Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) an Bedeutung. Zum anderen wurden die Rebellen mit dem Verlust der nordsyrischen Metropole Aleppo an die syrische Armee Ende vergangenen Jahres strategisch weniger wichtig.

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Trumps Tweet erschien kurz nach der Veröffentlichung eines Berichts der "Washington Post " zum gleichen Thema, den er kritisierte. Darin hieß es, dass die US-Regierung dem mit Russland verbündeten syrischen Präsidenten Baschar al-Assad die Kontrolle über weite Teile Zentral- und Südsyriens überlassen wolle; im Gegenzug sollten Russland und seine Verbündeten den USA freie Hand bei der Verfolgung des IS lassen. Ein US-General hatte das Ende der Unterstützung für die bewaffneten Regierungsgegner in Syrien am Wochenende bestätigt.

Bislang hatten die USA in Syrien Rebellen unterstützt, die gegen Assad und damit auch gegen dessen Verbündeten Russland kämpften. Am Rande des G20-Gipfels in Hamburg hatten sich Russland und die USA bereits auf die Einrichtung von "Deeskalationszonen" im Süden Syriens verständigt.

dop/AFP
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