US-Wahlkampf Trump macht Obama ein Fünf-Millionen-Dollar-Angebot

Der Provokateur Donald Trump schlägt wieder zu: Der Multi-Millionär bietet Barack Obama fünf Millionen Dollar, wenn er alle seine persönlichen Dokumente veröffentlicht. Doch den Immoblien-Tycoon und Romney-Unterstützer wird der Präsident wohl nie überzeugen können.

Obama-Gegner Trump: "Ich habe einen Deal für den Präsidenten"
REUTERS

Obama-Gegner Trump: "Ich habe einen Deal für den Präsidenten"


Washington - Immobilien-Tycoon Donald Trump mischt sich mit einem bizarren Angebot in den US-Präsidentschaftswahlkampf ein. Wenn Barack Obama alle seine persönlichen Dokumente wie Reisepässe und Universitätsabschlüsse veröffentlicht, werde er fünf Millionen Dollar (3,85 Millionen Euro) für einen guten Zweck spenden, verkündete Trump am Mittwoch via Facebook und Twitter.

"Obama ist der am wenigsten transparente Präsident in der Geschichte dieses Landes", hieß in dem Statement. Große Teile von Obamas Laufbahn lägen im Dunklen. "Daher habe ich einen Deal für den Präsidenten - einen Deal, den er meiner Meinung nach nicht ablehnen kann", meinte der 66-Jährige auf Facebook.

Das Geld werde an eine gemeinnützige Organisation gehen, die Obama auswählen könne. Die Unterlagen müsse er aber bis zum "31. Oktober, fünf Uhr nachmittags" einreichen, forderte Trump. Der Multi-Millionär hatte im vergangenen Jahr selbst mit einer Präsidentschaftskandidatur geliebäugelt. Nun unterstützt er Obamas republikanischen Herausforderer Mitt Romney nach Kräften.

Trump bezweifelt, dass Obamas Geburtsurkunde echt ist

Der Unternehmer ist eine Galionsfigur der so genannten "Truther"-Bewegung, die bezweifelt, dass Obama tatsächlich in den USA geboren wurde. Mehrfach hatte Trump unter große Mediengetöse infrage gestellt, dass Obama - der Sohn eines Kenianers ist - ein echter Amerikaner sei, und die Veröffentlichung seiner Geburtsurkunde gefordert. Obama, der in Hawaii geboren ist, gab tatsächlich nach und machte das Dokument im vergangenen Jahr publik.

In seinem aktuellen Statement klopft sich Trump selbst dafür auf die Schulter, dass der Präsident seine Geburtsurkunde veröffentlichte - schränkte dies aber sofort mit den Worten ein: "oder was immer es war, das er veröffentlichte." Die Konsequenz ist klar: Selbst wenn Obama die geforderten Dokumente und Abschlüsse offenlegen sollte, Trump wird weiterhin an ihrer Echtheit zweifeln.

Obamas Wahlkampfteam wollte sich deshalb auch gar nicht erst zu seiner neuen Provokation äußern. "Trump ist einer der größten Romney-Unterstützer. Deshalb sollten Sie dessen Team in Boston danach fragen", so eine Sprecherin.

syd/dpa/AP

insgesamt 35 Beiträge
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gandhiforever 24.10.2012
1. Trump ist das lebende Beispiel dafuer,
Zitat von sysopREUTERSDer Provokateur Donald Trump schlägt wieder zu: Der Multi-Millionär bietet Barack Obama fünf Millionen Dollar, wenn er alle seine persönlichen Dokumente veröffentlicht. Doch den Immoblien-Tycoon und Romney-Unterstützer wird der Präsident wohl nie überzeugen können. http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-bietet-barack-obama-fuenf-millionen-dollar-fuer-dokumente-a-863251.html
dass auch dumme Menschen wirtschaftlich erfolgreich sein koennen, gerade wenn sie schon mit Geld geboren sind.
ralphofffm1 24.10.2012
2. Onkel Donald
Na Herr Trump wie wärs wenn sie mal ihre Papiere offenlegen? Oder käm dann raus das sie mehr Schulden als Assets haben...
ariovist1966 24.10.2012
3. Fiese Falle (?)
Zitat von gandhiforeverdass auch dumme Menschen wirtschaftlich erfolgreich sein koennen, gerade wenn sie schon mit Geld geboren sind.
und keine dumme Idee eines "dummen Menschen". Die Idee ist schlicht sehr gut und Barack Hussein Obama kann(?) seine Biographie ja belegen, wenn er nichts zu verschweigen hat. Und das Geld kommt einem guten Zweck zu. Oder doch nicht?
exildoc 24.10.2012
4. Das waere schoen...
wenn Praesident Obama veroeffentlicht und sich dann eine gemeinnuetzige Stiftung aussucht, die Trump wirklich aergert, z. Bsp. Landschaftsschutz in Aberdeenshire, oder was fuer schwule im Militaer.
kapitalistt 24.10.2012
5. Mal wieder linksextremistische Hintergedanken bei den artikeln hier und den kommentaren
wenn man den spiegel und die kommentare hier so durchliest merkt man wirklich das hier alles was mehr geld, mehr erfolg oder besser ist immer schlecht gemacht wird. apropos "gandhiforever" was du redest ist totaler müll und mal wieder ein perfektes beispiel dafür wie sozialistische (faule meistens schlechte menschen) denken. donald trump ist ein hochtalentierter geschäftsmann der ein riesiegs imperium aufgebaut hat. ah und P.S wenn jetzt wieder die tollen internet intelligenten mich kritisieren weil ich kein gross und klein buchstaben benutze, bitte schafft es in den "Mensa Verein" und dann könnten wir weiterdiskutieren
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