USA-Newsblog Öl-Manager Tillerson soll Außenminister werden

Wer wird neuer US-Außenminister? Donald Trump will es noch am Dienstag verkünden. Laut US-Medien wird der Chef des Ölkonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, den einflussreichen Posten übernehmen.

Rex Tillerson (Juni 2015)
AFP

Rex Tillerson (Juni 2015)


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Trump will seinen Außenminister am Dienstag ernennen - laut US-Medien wird es Tillerson

Der designierte US-Präsident Donald Trump will noch am Dienstag mitteilen, wen er für den Posten des Außenministers nominiert. Das schrieb er via Twitter.

Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend, Trumps Wahl sei auf Rex Tillerson gefallen, den Chef des US-Energiekonzerns ExxonMobil. Damit hätte Trump einen weiteren Befürworter einer Annäherung an Russland in seinem Kabinett. Tillerson hat sich jahrzehntelang dafür eingesetzt, dass Exxon in Russland expandiert. Er ist auch gegen die Sanktionen, die der Westen als Reaktion auf die russische Annexion der Krim verhängt hat (mehr Informationen zu Tillerson lesen Sie hier).

@@05.30 Uhr

Trumps Söhne Don und Eric sollen Firmengeschäfte übernehmen

Ursprünglich wollte Donald Trump sich am Donnerstag gemeinsam mit seinen Kindern dazu äußern, wie er seine Geschäfte nach der Amtsübernahme am 20. Januar handhaben wird. Die Rede wurde zwar verschoben, doch via Twitter schrieb der designierte Präsident, er werde sich aus seinen Firmen zurückziehen und zwar noch vor dem 20. Januar, "damit ich mich in Vollzeit auf die Präsidentschaft konzentrieren kann".

Zwei seiner Kinder, Don und Eric Trump, sollen demnach gemeinsam mit zwei weiteren Führungskräften die Geschäfte übernehmen. "Während meiner Amtzeit(en) werden keine neuen Deals abgeschlossen", schrieb Trump. In "naher Zukunft" werde er eine Pressekonferenz abhalten, um über die Firmen, die Kabinettsposten und andere Themen zu sprechen.

@@03.40 Uhr

Mitt Romney wird wohl nicht US-Außenminister

Erst waren sie verfeindet, dann trafen sie sich doch zum Gespräch, später gab es dann Fotos vom gemeinsamen Abendessen und viel Lob: Donald Trump und Mitt Romney hatten sich mehrfach unterhalten, der ehemalige Präsidentschaftskandidat galt als Kandidat für den Posten des US-Außenministers. Doch daraus wird nun wohl nichts.

"Es war eine Ehre, als Außenminister unseres großartigen Landes berücksichtigt zu werden", schrieb Romney auf seinem Facebook-Account. Die Diskussionen mit Trump seien zugleich "angenehm und erhellend" gewesen. Er habe große Hoffnungen, dass die neue Regierung das Land zu Stärke und Frieden führen werde.

Kurz zuvor hatte Trump via Twitter angekündigt, im Laufe des Dienstags mitzuteilen, wen er als Chef des Außenministeriums auserkoren hat. In folgendem Video sehen Sie, wie Trump früher über Romney sprach:

@@02.50 Uhr

Trump siegt in Wisconsin mit knapp 23.000 Stimmen Vorsprung

Noch ein Rückschlag für Jill Stein: Die amerikanische Grünen-Politikerin wollte bewirken, dass nach der US-Wahl die Stimmen in drei Bundesstaaten neu ausgezählt werden. Sie machte geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten (mehr dazu lesen Sie hier). In Michigan und Pennsylvania scheiterte Stein mit ihrem Vorhaben. In Wisconsin hingegen wurde tatsächlich neu ausgezählt - aber das Ergebnis dürfte der Politikerin kaum gefallen.

Der Leiter der Wahlkommission, Mark Thomsen, bestätigte nun, dass Donald Trump Wahlsieger bleibe. Er komme auf einen Vorsprung von 22.748 Stimmen vor seiner Konkurrentin Hillary Clinton. Damit entfallen auf Trump sogar 131 mehr Stimmen, als beim ersten Zähldurchgang bekannt gegeben wurde. Stein landete abgeschlagen auf dem dritten Platz. Insgesamt ging es in Wisconsin um knapp drei Millionen Stimmen.

Trump reagierte umgehend via Twitter auf das Ergebnis der Neuauszählung. Demokraten und Grüne könnten sich nun ausruhen, schrieb er. "Betrug!"

Dass sich die Zahlen nun leicht verändert haben, führte die Kommission auf Fehler von Wahlhelfern zurück. "Bei den kurzen Fristen, in denen die Ergebnisse gemeldet werden müssen, kommt es zu Rechenfehlern, wir vergessen Dinge, wir vertauschen Zahlen versehentlich", sagte Michael Haas von der Wahlkommission.

Stein zeigte sich in einer Mitteilung enttäuscht davon, dass nicht alle Bezirke eine Neuauszählung per Hand wählten. Nach Angaben der Wahlkommission wählten etwa 50 der 72 Bezirke diese Methode, die anderen zählten mithilfe der Maschinen nach.

REUTERS

Die Amerikaner hatten am 8. November abgestimmt. Sie wählen ihren Präsidenten nur indirekt, ausschlaggebend ist ein Gremium von Wahlleuten: Jeder Bundesstaat hat je nach seinem Bevölkerungsumfang eine bestimmte Zahl von Vertretern in dieser Gruppe, die entsprechend dem Wahlergebnis in ihrem Staat votieren.

Auf die Demokratin Hillary Clinton waren insgesamt zwar rund 2,8 Millionen mehr Stimmen entfallen als auf Trump. Er erhielt aber mehr Stimmen im Wahlgremium, weil in den jeweiligen Staaten das einfache Mehrheitswahlrecht gilt und die Stimmen der Verlierer keine Bedeutung für das Gesamtergebnis haben.

@@02.00 Uhr

Mike-Pence-Doppelgänger sorgt in New York für Aufsehen

Ein dem künftigen US-Vizepräsidenten Mike Pence verblüffend ähnlich sehender Mann zieht mit Sakko, Hemd und Krawatte durch New York - trägt dazu aber nur knappe Shorts. Glen Pannell, Künstlername "Mike Hot-Pence", sammelt Geld für Organisationen, deren Arbeit durch die künftige Regierung unter Donald Trump gefährdet sein könnte. "Hot-Pence", übersetzt: heißer Pence, ist eine Anspielung auf das ähnlich klingende Hotpants, also auf enge, sehr kurz geschnittene Hosen.

DPA

Der homosexuelle Aktivist setzt sich unter anderem für das Trevor Project ein, das jugendliche Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender vor Suizid schützen soll. Er sammelt auch für Planned Parenthood, das unter anderem schwangere Frauen bei Abtreibungen berät, sowie für den Natural Resources Defense Council, eine Nonprofit-Organisation zum Umweltschutz.

"Nach dem Wahlergebnis bin ich in ein tiefes Loch gefallen. Doch ich konnte nicht tatenlos rumsitzen, sondern wollte aktiv helfen", sagte der gebürtige New Yorker. Seit der Wahl am 8. November steht der 51-Jährige an Wochenenden in königsblauen, sehr knappen Shorts, in dunkelblauem Blazer und mit einer Dose zum Spendensammeln mitten im Trubel Manhattans. Er sammelt bis zu 400 Dollar pro Tag ein.

@@00.30 Uhr

Pennsylvania: Trump liegt 44.000 Stimmen vorn

Nun hat auch der US-Bundesstaat Pennsylvania Donald Trump offiziell zum Sieger der Wahl vom 8. November erkoren: Laut offiziellem Ergebnis bekam der Kandidat der Republikaner etwa 44.000 Stimmen mehr als seine demokratische Rivalin Hillary Clinton. Insgesamt seien etwa sechs Millionen Stimmen abgegeben worden.

Der Abstand zwischen beiden Kandidaten ist damit denkbar knapp - so eng war es in dem Bundesstaat seit dem Jahr 1840 nicht mehr, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

@@00.10 Uhr

Trump verschiebt seine angekündigte Geschäfts-Rede

Was geschieht mit Donald Trumps Firmen, wenn er am 20. Januar 2017 die Amtsgeschäfte übernimmt? Darüber wollte der designierte US-Präsident gemeinsam mit seinen Kindern an diesem Donnerstag eigentlich Auskunft geben - doch die Rede wurde nun auf Januar verschoben. Das gab sein Sprecher Sean Spicer bekannt.

Trumps Milliardenimperium umfasst 515 Unternehmen. Sie dürften enorm profitieren, wenn er US-Präsident ist. Seit seinem Wahlsieg ist dieser Interessenkonflikt immer wieder thematisiert worden - hier lesen Sie mehr dazu.


Sie wollen wissen, was sich am Montag in den USA getan hat? Hier können Sie es im Newsblog vom Vortag nachlesen.

aar/dpa/Reuters/AP

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