US-Wahlkampf Trump wirft China "Vergewaltigung" der USA vor

Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ärgert sich über das Handelsdefizit mit China - und hat sich erneut im Ton vergriffen.

Donald Trump
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Auf dem Weg zur US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner dürfte Donald Trump nur noch schwer einzuholen sein. Doch das heißt nicht, dass sich der umstrittene Milliardär in seinen Äußerungen zügelt - im Gegenteil. Jüngstes Beispiel für einen Trump'schen Verbalausfall: ein Angriff gegen China.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Indiana ging Trump auf die vergleichsweise hohen Exportzahlen der asiatischen Großmacht ein - mit harschen Worten: "Wir dürfen es nicht weiter zulassen, dass China unser Land vergewaltigt", sagte der Republikaner. "Und das tun sie."

Trump hatte in der Vergangenheit China immer wieder vorgeworfen, seine Währung abzuwerten, um sich auf dem internationalen Markt Vorteile zu verschaffen. Doch von "Vergewaltigung" hatte auch der für seine Skandalsätze bekannte Immobilien-Tycoon in diesem Wahlkampf bislang nicht gesprochen.

Trump liegt bei den US-Vorwahlen derzeit klar vor seinen verbliebenen Konkurrenten Ted Cruz und John Kasich. Seine Chancen stehen damit gut, auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner im Juli ins Rennen um das Weiße Haus geschickt zu werden.

Allerdings fallen seine Äußerungen über China in eine Zeit, in der er sich abermals heftiger Sexismusvorwürfe erwehren muss. Unter anderem steht Trump in der Kritik, weil er der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton unterstellt hatte, sie spiele "die Frauen-Karte", um gewählt zu werden.

Video zu Ausschreitungen bei Trump-Auftritt:

Ergebnisse der US-Vorwahlen

kev

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