Streit mit den Rolling Stones Trump can't always get what he wants

Donald Trump wird Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Allerdings versagen ihm George Bush und dessen Sohn George W. die Unterstützung - und jetzt droht auch noch Ärger mit den Rolling Stones.

Mutmaßlicher Präsidentschaftskandidat Trump
REUTERS

Mutmaßlicher Präsidentschaftskandidat Trump


Kaum steht die Präsidentschaftskandidatur Donald Trumps für die US-Republikaner faktisch fest, steht dem Milliardär neuer Ärger ins Haus: Die Rolling Stones wollen ihm die Nutzung ihrer Lieder im Wahlkampf verbieten. Trump habe keine Genehmigung gehabt, die Songs bei seinen Auftritten laufen zu lassen, sagte das Management der Band der Nachrichtenagentur dpa.

Die britische Rockband hatte den republikanischen Kandidaten zuvor aufgefordert, jegliche Nutzung ihrer Musik unverzüglich einzustellen. Bei seinen Wahlkampfveranstaltungen hatte Trump nach Angaben der Nachrichtenagentur PA unter anderem den Klassiker "You Can't Always Get What You Want" abgespielt.

Die Rolling Stones stellen sich damit in eine Reihe von Künstlern, die Trump die Nutzung ihrer Werke verbieten. Sängerin Adele untersagte dies dem Politiker im Februar, Aerosmith-Sänger Steven Tyler im September und US-Rapper Everlast im April.

Sänger Mick Jagger (72) hatte sich erst im März bei einem Konzert der Rolling Stones in Mexiko-Stadt über Trumps Wahlkampfankündigung lustig gemacht, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten zu wollen, um illegale Einwanderer an der Einreise zu hindern.

Bush und Bush verweigern Trump die Unterstützung

Hinzu kommt, dass Trump selbst in seiner eigenen Partei äußerst umstritten ist. Zuletzt schmiedeten Trumps letzte verbliebene Rivalen Ted Cruz und John Kasich ein - erfolgloses - Bündnis gegen Trump, nun wenden sich die einzigen noch lebenden Ex-Staatspräsidenten der Republikaner von ihm ab.

George H. W. Bush. und dessen Sohn George W. würden Trumps Kandidatur nicht unterstützen, teilten deren Sprecher dem "Texas Tribune" mit. Bush senior hatte bei den vergangenen fünf Wahlen jeden Kandidaten der Republikaner euphorisch unterstützt. Der 91-Jährige wolle sich nun jedoch nicht mehr in die Politik einmischen. Sein 69-jähriger Sohn George werde sich ebenfalls nicht zum aktuellen Wahlkampf Trumps äußern.

Trump hatte am Dienstag auch bei der Vorwahl in Indiana haushoch gewonnen und liegt bei der Zahl der Delegiertenstimmen nun klar vorne. Nach der Wahl hatten Texas' Senator Ted Cruz sowie John Kasich ihre Kampagnen beendet. Damit steht Trump faktisch als Präsidentschaftsbewerber der Republikaner fest.

Ergebnisse der US-Vorwahlen

mxw/dpa

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