Personalkarussell Trumps Abschussliste - diesen Ministern droht der Rauswurf

US-Präsidenten bauen nach den Midterm-Wahlen traditionell ihr Kabinett um. Aber keiner greift so durch wie Donald Trump. Wem nach Justizminister Sessions noch der Rauswurf droht - der Überblick.

Luis Echeverria/ REUTERS

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Im Mai platzte Donald Trump der Kragen: Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen hatte den Präsidenten gerade darüber informiert, dass die Zahl der monatlich festgenommenen Flüchtlinge an der Grenze zu Mexiko erneut bei 50.000 gelegen habe. Zu viel für Trump. "Warum gibt es keine Lösungen? Wir müssen das endlich verhindern", brüllte er sie an.

Das berichtete unter anderem die "Washington Post" und berief sich auf Personen, die bei der Sitzung dabei waren. Schon da wurde deutlich, wie unzufrieden der Republikaner mit der Arbeit seiner Ministerin ist. Schließlich kümmert sie sich um eines seiner wichtigsten Wahlkampfversprechen: die Bekämpfung illegaler Migration.

Nun verdichten sich die Hinweise auf einen nahenden Rauswurf. Denn nach den Midterm-Wahlen steht im Weißen Haus offenbar die nächste große Entlassungswelle an. Vergangene Woche drängte Trump bereits Justizminister Jeff Sessions zum Rücktritt. Jetzt könnte es Nielsen treffen. Der Abgang scheint laut verschiedenen US-Medien beschlossene Sache, nur der Zeitpunkt ist noch unklar.

Neben Nielsen stehen eine Reihe weiterer Politiker vor dem Abschuss - der Überblick:

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Trumps Abschussliste: Diesen Ministern droht der Rauswurf

Trump tauschte in seinem ersten Jahr als Präsident das Personal so schnell aus wie kein amerikanisches Staatsoberhaupt vor ihm. Das geht aus Statistiken des US-amerikanischen Brookings Instituts hervor. Auch im zweiten Jahr befindet er sich in der Statistik bereits auf den vorderen Plätzen.

Ob Außenminister Rex Tillerson, Uno-Botschafterin Nikki Halley oder Stabschef Reince Priebus - die Liste der ehemaligen Mitarbeiter ist lang:

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Prominente Abgänge der Trump-Regierung: Und raus bist du


insgesamt 22 Beiträge
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claus7447 13.11.2018
1. Und die Drehtüre bewegt sich wieder
Tja, entweder Du leckst ihm die Stiefel... Interessant übrigens heute auch das Interview mit Kenneth Jacobs, der Chef der Investmentbank Lazard in SPON+, mit der Aussage: "Kein Mensch außerhalb des Weißen Hauses glaubt daran"
gerhard38 13.11.2018
2. Wann wird endlich Trump selbst gefeuert?
Mit diesem ungehobelten und unfähigen Pöbel können die USA in der Welt und auch zuhause nicht punkten. Aber leider scheinen die Republikaner und deren Anhänger von dem das Gehirn lähmenden Trump-Syndrom befallen zu sein und Donald mit seinem Motto MAGA erinnert an das Prinzip, daß er als "Einäugiger" unter Blinden wirklich die "herausragende Nummer Eins" ist. MfG.
jennerwein 13.11.2018
3. Wie schwach muß Trump sein
Schwache Menschen sind von Mißtrauen geprägt, beherrscht. Beispiel Trump: Selbst die doch von ihm auserwählten Minister und höchste weitete Ofiziale feuert er am Fließband. Gegenbeispiel Putin: Außenminister Lawrow, obschon vor Putin im Amt, verbleibt. Auch bei oft abweichender, manchmal sogar gegensätzlicher Ansicht. Nicht starres Verharren, aber verläßliche Kontinuität, sind in der Innen- und Außenpolitik unerläßlich, um Vertrauen aufzubauen.
henninghuno 13.11.2018
4. Na und?
Was will uns dieser Artikel sagen? Dass Onkel Donald ein ganz schlimmer Finger ist? Aber das wissen wir als Medienkonsumenten doch schon seit 2,5 Jahren. Das ist doch absolut nichts Neues. Immer schon stand Donald kurz vor dem Rauswurf und statt dessen schmeißt er nun seinerseits reihenweise Leute raus. Jetzt droht ihm schon wieder eine Klage, weil er den CNN-Reporter schlecht behandelt hat. Auch das wird ihm nicht schaden, im Gegenteil: er nähert sich immer mehr seiner Wahl für die zweite Amtszeit.
Atheist_Crusader 13.11.2018
5.
Mattis ist einer der Kandidaten, dessen Rauswurf mir echte Sorgen macht. Klar, der Mann ist alles Andere als ein Pazifist, aber er ist eben auch Jemand mit Integrität und Verständnis für langfristige Folgen. Wenn man Bob Woodward glauben darf (und glaubwürdiger als Trump ist er definitiv), dann haben wir es nur Mattis' Weigerung zu verdanken, dass Trump weder nordkoreanische Atomanlagen bombardiert noch Assad hat umbringen lassen - und damit mindestens zwei Kriege losgetreten hätte. Geht er, wird der nächste Kandidat ziemlich sicher ein weiterer Rückgratloser Jasager. Was keine guten Neuigkeiten sind wenn man sich erinnert, dass Trump schon Leute wie Bush-Berater Bolton an seiner Seite hat.
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