Venezuela Trump droht Maduro mit noch schärferen Sanktionen

Mit immer neuen Strafmaßnahmen erhöht die US-Regierung den Druck auf Venezuelas umstrittenen Staatschef Maduro. Präsident Trump signalisiert Entschlossenheit: "Wir können noch deutlich härter werden."

Donald Trump
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Donald Trump


US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und dessen Umfeld mit einer Ausweitung der Sanktionen gedroht. "Wir haben noch nicht die härtesten Sanktionen verhängt", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. "Wir können noch deutlich härter werden."

In Venezuela tobt seit Wochen ein Machtkampf: Juan Guaidó, Chef des entmachteten Parlaments, hatte sich Ende Januar zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. Mehr als 50 Staaten, darunter die USA und Brasilien, haben Guaidó als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt. Die US-Regierung versucht seit Wochen, Maduro zum Rückzug zu drängen. Das Finanzministerium verhängte dafür diverse Sanktionen gegen das Umfeld von Maduro, auch gegen den wichtigen Ölsektor des Landes.

Neue Sanktionen im Goldsektor

Erst an diesem Dienstag kamen neue Sanktionen dazu: Die USA setzten das im Goldgeschäft tätige staatliche Bergbauunternehmen CVG und dessen Präsidenten auf die Sanktionsliste, wie das Finanzministerium mitteilte. Vermögen des Unternehmens und seines Chefs in den USA werden eingefroren und Geschäfte mit ihnen untersagt.

Auf die Nachfrage, ob auch eine militärische Intervention der USA in Venezuela denkbar sei, sagte Trump am Dienstag zum wiederholten Mal: "Alle Optionen sind offen." Er fügte hinzu: "Wir werden sehen, was passiert." Die Entwicklung in Venezuela sei sehr traurig mit anzusehen. Es sei ein sehr reiches Land gewesen, doch unter Maduro gebe es dort kein Essen, kein Wasser, keinen Strom.

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Bolsonaro sagte mit Blick auf eine mögliche militärische Intervention, dies sei eine strategische Frage, die nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werde. Der neue, rechtskonservative Präsident Brasiliens wählte für seinen ersten bilateralen Besuch im Ausland demonstrativ die USA als Ziel. "Ich habe die USA immer bewundert", sagte er. Dieser Besuch schlage nun ein neues Kapitel in den Beziehungen beider Länder auf.

Trump bringt Nato-Mitgliedschaft Brasiliens ins Spiel

Auch Trump äußerte sich mit betont warmen Worten. "Wir haben viele ähnliche Sichtweisen", sagte er. Die USA und Brasilien seien die größten Demokratien und größten Volkswirtschaften auf dem amerikanischen Kontinent. Beide Länder hätten nun die historische Chance, noch größere Bünde zu knüpfen.

Trump brachte die Möglichkeit eines Beitritts Brasiliens zur Nato ins Spiel. Er beabsichtige, das südamerikanische Land als wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten einzustufen, sagte Trump. Möglicherweise sei auch ein Nato-Beitritt denkbar. Dazu seien jedoch noch viele Gespräche notwendig. Auch unterstütze er Brasiliens Antrag auf eine Mitgliedschaft in der Industriestaaten-Organisation OECD.

Bolsonaro sagte, die militärische Zusammenarbeit mit den USA sei ausgebaut worden. Trump erwähnte auch einen Weltraumbahnhof, von dem künftig vom äquatornahen Brasilien aus Raumflüge möglich werden sollen.

kko/dpa

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