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11. Juni 2019, 21:52 Uhr

Donald Trump

"Habe schönen Brief von Kim Jong Un bekommen"

Der Briefwechsel zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump dauert an. Unterdessen berichtete das "Wall Street Journal", Kims ermordeter Halbbruder sei CIA-Agent gewesen.

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen weiteren "schönen Brief" von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un erhalten. Er habe am Montag einen sehr persönlichen, netten und warmherzigen Brief von Kim bekommen, sagte Trump.

Zum Inhalt äußerte sich der Präsident nicht - und blieb auch sonst vage: "Ich glaube, es wird etwas sehr Positives passieren", so Trump. Auf die Frage nach einem möglichen weiteren persönlichen Treffen mit Kim sagte er lediglich: "Es könnte dazu kommen."

Trump und Kim hatten sich zu zwei Gipfeln in Singapur und Hanoi verabredet, das zweite Treffen in Hanoi scheiterte. Nordkorea knüpft die grundsätzliche Zusage Kims zur atomaren Abrüstung an Bedingungen, unter anderem an eine vorherige Lockerung von Sanktionen.

Nordkorea testete nach dem Treffen in Hanoi auch wieder Raketen. Die Tests wurden vom Weißen Haus jedoch nicht als eine entscheidende Zuspitzung der Situation gewertet. Trump sagte, es habe keine nuklearen Tests und keine Tests von Langstreckenraketen gegeben. Mit Blick auf Kim betonte der Präsident: "Er hat mir gegenüber sein Wort gehalten. Das ist sehr wichtig."

War Kims Halbbruder CIA-Agent?

Zuvor hatten eine neue Biografie über Kim Jong Un und ein Bericht des "Wall Street Journal" für Aufsehen gesorgt. Die Zeitung hatte unter Berufung auf einen Informanten berichtet, der 2017 ermordete Halbbruder Kims, Kim Jong Nam, sei zu Lebzeiten ein CIA-Informant gewesen.

Trump sagte, er habe von dem Report gehört. So etwas wäre unter seiner Ägide sicher nicht passiert, so Trump. "Ich hätte das nicht zugelassen."

Südkoreas Geheimdienst hatte zurückhaltend auf den Bericht reagiert. Auch vom südkoreanischen Vereinigungsministerium gab es keine Bestätigung. Spekulationen über eine Verbindung der CIA zu Kim Jong Nam, der im Februar 2017 auf dem Flughafen von Kuala Lumpur einem Giftanschlag zum Opfer fiel, gibt es schon seit längerem.

fek/dpa/Reuters/AFP

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