Nach Drohung aus Nordkorea Trump setzt auf baldiges Treffen mit Kim

In seiner Neujahransprache hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un den USA mit einem Ende der Entspannungspolitik gedroht. US-Präsident Trump zeigt sich unbeeindruckt von den harschen Tönen aus Pjöngjang.

Kim Jong Un und Donald Trump (Archivbild)
REUTERS

Kim Jong Un und Donald Trump (Archivbild)


US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Worten von einem baldigen Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un aus. Eine solche Zusammenkunft werde es "in nicht zu ferner Zukunft" geben, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. Zudem erklärte er, einen "großartigen" Brief des Nordkoreaners erhalten zu haben. Details dazu nannte Trump nicht.

Trump und Kim hatten sich im Juni in Singapur getroffen - es war der erste US-nordkoreanische Gipfel seit Jahrzehnten. Trump hatte Anfang Dezember erklärt, ein erneutes Treffen mit Kim sei im Januar oder im Februar möglich.

Kim hatte den USA am Neujahrstag mit einem Ende der Entspannungspolitik gedroht, falls die US-Regierung ihre Sanktionen gegen das kommunistische Land aufrechterhält. Er sei fest entschlossen zur atomaren Abrüstung der koreanischen Halbinsel, aber die USA müssten Maßnahmen ergreifen, um den Prozess zu beschleunigen, hatte Kim in einer TV-Ansprache erklärt.

Sollten die USA ihren Druck aufrechterhalten, könne sein Land nach neuen Wegen zum Erhalt der Souveränität suchen. Zugleich deutete Kim erstmals an, dass Nordkorea gewillt sein könnte, keine Atomwaffen mehr zu produzieren. Zu einem Treffen mit Trump sei er jederzeit bereit.

lie/Reuters

insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
adal_ 02.01.2019
1.
Immer wenn der kleine Dicke mit Atomraketen droht, droht Onkel Donald, zu Besuch zu kommen. :-)
modemhamster 02.01.2019
2. Wieso "gedroht"?
Er hat sich, verständlicherweise, unzufrieden gezeigt, dass von den Amerikanern null Bereitschaft zu erkennen ist, die Sanktionen zu beenden. Das ist keine Drohung, sondern eine Reaktion auf die Blockadehaltung der USA. Angesichts der Vertragstreue der Amerikaner gegenüber dem Iran, den Schicksalen von Gaddafi und Hussein kann man Kim nur raten, weiter Waffen zu entwickeln. Das erhöht die Sicherheit in NK.
mucschwabe 02.01.2019
3.
Schönes Bild von den beiden. Die Frisuren der zwei sind schon freakig. Kim ist klug. Da Donald seine Mauer nicht bekommt, wird Nordkorea eben in den nächsten zwei Jahren keine Atomraketen bauen und Donald lockert die Sanktionen. Und der größte POTUS ever, hat seinen Erfolg. Wetten?
roflxd 02.01.2019
4.
Er hat einen Brief von seinem nordkoreanischen Freund erhalten und der war - wie könnte es anders sein - "großartig". Mindestens so "großartig" wie das letzte Treffen des "stabilen Genies" mit dem "Genie der Genies". Das nächste Treffen wird sicherlich genauso "erfolgreich" wie das letzte Treffen. Im Endeffekt blieb zwar alles beim alten, aber immerhin hat Trump den Massen- und Onkelmörder Kim als einen "talentierten Mann, der sein Volk liebt" bezeichnet und vor einem nordkoreanischen General salutiert. Hut ab! "Großartig".
Schmitz70 02.01.2019
5. Zwei Irre zusammen
Was gibt es besser als zwei Irre die sich gegenseitig nicht verstehen? Schöne Muppets-Show.
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