Sarah Sanders Ehemalige Trump-Sprecherin fängt bei Fox News an

Mit den Worten "Ich liebe den Präsidenten" verabschiedete sich Sarah Sanders als Pressesprecherin des Weißen Hauses. Nun darf sie wieder über Donald Trump berichten, wenn auch aus einer anderen Perspektive.

Donald Trump und seine Ex-Sprecherin Sarah Sanders: "Mehr als stolz"
Carlo Allegri/REUTERS

Donald Trump und seine Ex-Sprecherin Sarah Sanders: "Mehr als stolz"


Die frühere Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, arbeitet künftig für den US-Sender Fox News. Sanders werde dort ab September mit "Kommentaren und politischen Analysen" auftreten, teilte der konservative TV-Kanal mit.

Damit ergänzt Sanders die Liste von Personen, die zwischen Fox News und dem Weißen Haus oder einem Ministerium wechseln. Erst vor kurzem wurde die Fox-News-Mitarbeiterin Morgan Ortagus Sprecherin des Außenministeriums.

Fox News berichtet überwiegend freundlich über den Präsidenten und wird von Trump nach eigenen Aussagen regelmäßig gesehen. Sanders sagte, sie sei "mehr als stolz" darauf, dem "unglaublichen Team" von Fox News beizutreten.

Die 37-Jährige war Ende Juni aus dem Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses ausgeschieden. Damals sagte sie, sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren Kindern verbringen. Trump überschüttete seine Mitarbeiterin zu ihrem Abschied mit Lob und rühmte sie als "Kriegerin".

Sanders wiederum sagte über ihren Job im Weißen Haus: "Es war die Ehre meines Lebens". Auf Twitter schrieb sie, dass sie stolz auf alles sei, was Trump erreicht habe. "Ich liebe den Präsidenten und meinen Job."

Sanders Vater ist der republikanische Politiker und einstige Präsidentschaftsbewerbers Mike Huckabee. Sie begann im Juli 2017 als Trumps Sprecherin zu arbeiten und folgte damals auf Sean Spicer. Trump sagte über Sanders, er hoffe, sie werde einmal als Gouverneurin in Arkansas kandidieren und in die Fußstapfen ihres Vaters treten.

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An ihrem neuen Arbeitgeber Fox News übte der Präsident in jüngster Zeit jedoch regelmäßig Kritik. Trump missfiel an dem Sender vor allem, dass Fox News die Auftritte von Präsidentschaftsbewerbern der oppositionellen Demokraten bei Bürgerversammlungen übertrug und dass Fox-News-Umfragen ihn schlecht aussahen ließen.

hba/AFP



insgesamt 14 Beiträge
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Freitagabend 23.08.2019
1. Prima...
...da kann sie ja dann beherzt weiter die Öffentlichkeit belügen! Eine Bitte: Das Unternehmen Fox und das Label News sollten prinzipiell nicht mehr zusammen genannt werden. Mit Nachrichten hat dieser Sender aber gar nix zu tun. Es handelt sich eher um eine Propagandadauersendung.
brosswag 23.08.2019
2. Meine Meinung
Könnte wohl sein, dass das die eleganteste Form ist, nicht weiter das Trumptheater positiv bewerten zu müssen. Ständiges lügen müssen verdirbt den Charakter. Möge ihr bei FOX News unbeeinflusstes und soweit als möglich eigenes unabhängiges Beurteilen möglich sein.
birdie 23.08.2019
3. Na sowas! Hat der Donny doch tatsächlich bei Fox-News ein U-BOOT
untergebracht. Und zwar ein sehr nützliches. Denn von ihr erfährt er als Erster, was dort abläuft und geplant wird. Und zugleich kann sie ihre Rolle als seine Sprecherin "barrierefrei" ungehindert fortsetzen. Was sich für sie bei ihrer weiteren Karriereplanung als durchaus nützlich erweisen könnte. Denn es gilt der lateinische Grundsatz des do ut des in diesem dream-team.
Aqualungs Breath 23.08.2019
4. Keine andere Perspektive
Ich möchte Sie gerne korrigieren. Wenn Sanders zu Fox News wechselt wird sich ihre Perspektive auf Trump nicht ändern müssen.
raton_laveur 23.08.2019
5. Verblendet oder dumm
anders kann man Frau Sanders nicht mehr bezeichnen und wenn es noch eines Beweises bedürft hätte, daß Fox News kein seriöser Kanal ist, dann ist er nun endgültig erbracht. Ich stelle mir manchmal vor, was in 20 oder 30 Jahren über Trump und seine Schergen geschrieben und gedacht wird. Auf Grund der Vielzahl der Beteiligten seiner Untaten, allen voran die Einmischung Russlands in seine Wahl, wird es früher oder später Leaks geben und seine Lügen werden alle auffliegen. Was heute so mancher als Erfolg ansieht, etwa die Steuerreform, wird als Fehler angesehen werden, der eine ohnehin überhitzte Konjunktur auf Kosten der Steuerzahler unnötig anfachte und deren Effekte durch die angezettelten Handelskriege verpufft sind. Außenpolitisch wird er nichts als verbrannte Erde hinterlassen und niemand wird den USA als Vertragspartner mehr trauen. Ich habe keinen Zweifel, daß man sich seiner Regierungszeit schämen und alle verachten wird, die dieses Monstrum unterstützt haben. Frau Sanders wird dazugehören.
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