Protest in Paris Femen-Aktivistin stürmt auf Trumps Limousine zu

Trotz größter Sicherheitsvorkehrungen ist es beim Weltkriegsgedenken in Paris zu einem Zwischenfall gekommen: Eine Demonstrantin gelangte bis auf wenige Meter an den Konvoi von Donald Trump heran.

Femen-Aktivistin in Paris
REUTERS

Femen-Aktivistin in Paris


Am Pariser Triumphbogen haben die Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg begonnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron traf dort am Vormittag bei strömendem Regen an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Zusammen mit den Vertretern von rund 70 Staaten sowie internationalen Organisationen begaben sie sich auf eine Tribüne am Triumphbogen.

Während Gastgeber Macron und fast alle anderen Gäste in Bussen zum Ort der Feierlichkeiten gebracht wurden, wählte US-Präsident Donald Trump einen anderen Weg: Er fuhr in einem eigenen Konvoi in seiner Präsidentenlimousine über die Champs-Élysées in Paris.

Dabei kam es zu einem Zwischenfall: Zwei barbusige Frauen überkletterten die Absperrungen am Rande der Straße und versuchten, sich Trumps Konvoi zu nähern. Während eine Demonstrantin sofort aufgehalten wurde, gelang es einer zweiten Frau, sich der Limousine des US-Präsidenten bis auf wenige Meter zu nähern.

Femen-Aktivistin in Paris
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Femen-Aktivistin in Paris

Der Slogan "Fake Peace Maker" stand auf dem nackten Oberkörper der Demonstrantin geschrieben. In einem Schriftzug auf dem Arm war die Rede von einer "heuchlerischen Parade".

Die feministische Femen-Bewegung bekannte sich kurz darauf zu der Aktion.

Inna Schewtschenko, Mitbegründerin der Gruppe, kritisierte, die Teilnahme von Trump, Putin und anderen verwandele den 11. November in ein trauriges Spektakel, das nur "die teilnehmenden Kriminellen" unterhalte. "Sie sind gekommen um den Frieden zu feiern, obwohl sie den Krieg predigen."

syd/Reuters/AFP



insgesamt 65 Beiträge
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sven2016 11.11.2018
1. Bisschen grob formuliert,
aber im Kern stimmen die Aussagen der Damen wohl. Einige der Staaten, die „gerechte Kriege“ gewonnen haben, lernten daraus nichts, sondern pflegen aggressive Gewalt als legitimes Mittel der Politik (weiter). Gedenken an vergangene Kriege: ja. Aber eigentlich nicht mit Staatsmännern, die Krieg zum Geschäft machen.
Das Pferd 11.11.2018
2.
Kindchen, es ist November.
Peter Friedrichs 11.11.2018
3. Was bezweckte die Dame
mit dieser Aktion?
bill ferros 11.11.2018
4. Immerhin...
...die Femenfrau hatte keine Angst vorm Regen, wie am Vortag der Mann mit surrealen Frisur. ;-)
butzibart13 11.11.2018
5. Femen - ernst nehmen?
Es mag ja durchaus sein, dass auch die heutigen Machthaber wie Trump, Putin und die anderen im weitesten Sinne Kriegstreiber sind. Der sexistische Protest dagegen gibt dem ganzen das Gefühl einer Pornoshow und wirkt unseriös.
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