US-Vorwahlen Trump holt wichtigen Sieg in Indiana - Cruz gibt auf

Die Wahlen im US-Bundesstaat Indiana haben die Vorentscheidung für die Kandidatenkür der Republikaner gebracht: Donald Trump triumphiert, sein ärgster Rivale Ted Cruz beendet seine Kampagne.

AP

"Gewinnen wir Indiana, ist die Entscheidung gefallen" - So hatte der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump die Vorwahlen in dem US-Bundesstaat angekündigt. Nach ersten Hochrechnungen mehrerer US-Sender liegt Trump in Indiana tatsächlich deutlich vor seinen parteiinternen Rivalen Ted Cruz und John Kasich.

Cruz kündigte daraufhin an, aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur auszusteigen. Der erzkonservative Senator aus Texas war der aussichtsreichster Gegner Trumps. "Wir haben alles gegeben", sagte Cruz während seiner Rede in Indiana. "Aber die Wähler haben sich für einen anderen Weg entschieden."

Kasich hingegen teilte mit, er werde seine Kampagne auf jeden Fall bis zum Parteitag der Republikaner im Sommer weiterführen. Via Twitter wünschte er Cruz alles Gute für die Zukunft.

Trump war als Favorit in die Indiana-Wahl gestartet. Sie gilt als vorentscheidend für den weiteren Verlauf der amerikanischen Vorwahlen, in denen die Parteien landesweit ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 8. November bestimmen.

Via Twitter bedankte sich Trump bei den Wählern in Indiana: "Ihr seid sehr besondere Menschen - Ich werde das nie vergessen!" Vor seinen Anhängern in New York sagte er, es sei ein unglaublicher Tag gewesen und überhaupt ein unglaubliches Jahr. "Wir werden im November gewinnen - und wir werden hoch gewinnen." Cruz sei ein harter Konkurrent gewesen, ein "zäher, smarter" Mann. "Ich beglückwünsche ihn", sagte Trump. In der Vergangenheit hatte er Cruz vor allem als Lügner bezeichnet.

Knappes Rennen der Demokraten

Auch die Demokraten haben in Indiana abgestimmt. Medienberichten zufolge konnte Bernie Sanders knapp vor seiner Konkurrentin Hillary Clinton siegen. Auf das Gesamtrennen der Demokraten hat das allerdings wenig Einfluss, die ehemalige US-Außenministerin liegt bei den Delegiertenstimmen insgesamt deutlich vorn.

Trump hat mit dem Abschneiden in Indiana die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner zwar noch nicht sicher, sie ist ihm aber kaum noch zu nehmen. Der umstrittene New Yorker Milliardär muss vor dem Parteitag im Sommer insgesamt 1237 Delegiertenstimmen holen. Mit dem Sieg in Indiana kommt er diesem Ziel nochmals näher.

Reince Priebus, Chef der Republikaner, nannte Trump bei Twitter den "mutmaßlichen Kandidaten" der Partei. Gleichzeitig appellierte er: "Wir müssen uns alle vereinen und uns darauf konzentrieren, Hillary Clinton zu schlagen."

Ergebnisse der US-Vorwahlen

aar/AP/dpa/Reuters

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