Bericht der "New York Times" Trump stützt These von Wahlbetrug auf Golfer Bernhard Langer

Bei der US-Wahl erhielt Hillary Clinton knapp drei Millionen Stimmen mehr als Donald Trump. Der Präsident kann das nicht glauben, spricht von Betrug - und bringt den deutschen Golfer Bernhard Langer ins Spiel.

Bernhard Langer
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Der Sieg reicht ihm nicht: Donald Trump hat die US-Wahl gewonnen - doch die meisten Bürger wählten seine Konkurrentin Hillary Clinton, sie holte knapp 2,9 Millionen Stimmen mehr als er.

Trump, der vergangenen Freitag als US-Präsident vereidigt wurde, kann das offenbar nicht akzeptieren. Er redet von Wahlbetrug; drei bis fünf Millionen Wählerstimmen seien unrechtmäßig abgegeben worden, behauptet er, sie stammten von illegalen Einwanderern.

Dafür will er nun einen triftigen Beleg gefunden haben, das berichtet die "New York Times". Als ein US-Demokrat Trumps Behauptungen bei einem Treffen im Weißen Haus anzweifelte, so das Blatt, berichtete Trump nämlich von der Geschichte seines "berühmten Freundes", dem deutschen Golfer Bernhard Langer.

Bernhard Langer, so soll Trump erzählt haben, sei an einem Wahllokal in Florida abgewiesen worden. Mit ihm hätten aber Personen in der Schlange gestanden, die "nicht aussahen, als sollten sie wählen dürfen". Die angeblich unrechtmäßigen Wähler stammten Trump zufolge vermutlich aus lateinamerikanischen Ländern.

Das Problem an der Geschichte: Bernard Langer lebt zwar in Florida und hat eine permanente Aufenthaltserlaubnis. Allerdings ist er kein US-Bürger und darf gar nicht an den Wahlen teilnehmen. Das erklärte Langers Tochter Christina auf Nachfrage der "New York Times". "Er ist kein Freund von Präsident Trump, und ich weiß nicht, warum der über ihn reden würde."

Ein Mitarbeiter des Weißen Haus, der bei dem Treffen im Weißen Haus nicht anwesend war, meint laut der Zeitung dagegen, dass der US-Präsident den Golfer am Thanksgiving-Wochenende in Florida gesehen habe. Langer habe ihm da die Geschichte eines Freundes erzählt, dem es verwehrt worden sei, seine Stimme abzugeben.

mho/dpa

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