Erster Auftritt in Cleveland Trump verspricht seiner Partei großen Wahlsieg

Überraschend ist Donald Trump schon zu Beginn des Republikaner-Parteitags in Cleveland aufgetreten. Mit dabei war seine Ehefrau Melania. Sie erzählte aus ihrem Leben und der "Liebe in der Trump-Familie".

Donald Trump in Cleveland
REUTERS

Donald Trump in Cleveland


Auch mit dieser Tradition hat Donald Trump gebrochen: Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner ist überraschend schon am ersten Tag des Parteitags in Cleveland aufgetreten. Erwartet worden war er - wie es normalerweise üblich ist - erst am vierten und letzten Tag des Konvents, also diesen Donnerstag.

Nun also kam er schon in der Nacht zum Dienstag auf die Bühne - und wurde von jubelnden Anhängern empfangen. "Wir werden gewinnen", rief er ihnen zu. "Wir werden so was von gewinnen." Dann stellte er seine Frau Melania als Rednerin vor, es gab Küsse und eine Umarmung.

Melania Trump, ein aus Slowenien stammendes Ex-Model, war als Hauptrednerin des ersten Versammlungstages vorgesehen. Sie erzählte auf der Bühne von ihrer Lebensgeschichte und der "Liebe in der Trump-Familie". Ihr Ehemann könne durchgreifen, falls das nötig sei. Aber er habe auch eine gütige Seite. "Diese Güte wird nicht immer wahrgenommen, aber sie ist immer da. Das ist einer der Gründe, warum ich mich überhaupt in ihn verliebt habe."

Melania Trump in Cleveland
AFP

Melania Trump in Cleveland

Trumps Wahl zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten wird für den Dienstagabend (Ortszeit) erwartet. Mehrere prominente Parteivertreter hatten angekündigt, der Veranstaltung fernzubleiben. Trump setzt in Cleveland verstärkt auf Auftritte seiner Familie, um sich als nahbarer und menschlicher zu präsentieren (mehr Informationen über den Parteitag lesen Sie hier).

Wenige Stunden vor Trumps Auftritt war es in Cleveland zu einigem Aufruhr gekommen: Seine Gegner scheiterten mit ihrem Versuch, eine Änderung der Abstimmungsregeln zu erreichen. Als die Parteiführung das Votum darüber per Zuruf entschied, verlangten sie in Sprechchören eine namentliche Abstimmung. Damit wäre deutlich geworden, wie viele Teilnehmer Trump ablehnen. Als dies verneint wurde, verließen einige den Parteitag.

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aar/dpa

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