US-Wahlkampf Republikaner küren Trump zum Präsidentschaftskandidaten

Keine Rebellion in letzter Minute - die Entscheidung der US-Republikaner ist gefallen: Auf dem Parteitag in Cleveland haben sie Donald Trump als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Als Vize tritt Michael Pence an.

Donald Trump
AP

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Donald Trump soll nach dem Willen des Parteikonvents der US-Republikaner der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden. Die Delegierten nominierten den politischen Quereinsteiger in der Nacht zum Mittwoch in Cleveland mit der nötigen Mehrheit. Der Form halber muss der 70-Jährige die Nominierung noch annehmen, vorgesehen ist das für Donnerstag.

"Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen", sagte Donald Trump Jr. bei der Bekanntgabe der Delegiertenstimmen aus Trumps Heimatstaat New York, die seinem Vater formal zur Mehrheit verhalfen. Der frisch gekürte Kandidat schrieb bei Twitter, er werde "hart arbeiten und euch niemals enttäuschen".

Der umstrittene New Yorker Immobilienmilliardär hatte bereits in den Vorwahlen aller Bundesstaaten die nötige Anzahl von Delegierten erreicht. Ein letzter Vorstoß von parteiinternen Gegnern, Trump als Kandidaten zu verhindern, war zu Beginn des Konvents gescheitert.

Pence offiziell als VP-Kandidat nominiert

Als Trumps Stellvertreter wird Michael "Mike" Pence ins Rennen gehen. Der Parteikonvent nominierte den amtierenden Gouverneur von Indiana per Akklamation. Auch Pence muss seine Nominierung formal noch annehmen, das wird er voraussichtlich am Mittwochabend (Ortszeit) tun. Der 57-Jährige gilt als sehr konservativ und soll Trump helfen, Stimmen der Sozialkonservativen und der Evangelikalen zu sichern (mehr zu Pence lesen Sie hier).

Erste TV-Debatte Ende September

Im Rennen ums Weiße Haus wird Trump nun höchstwahrscheinlich gegen Hillary Clinton antreten. Die ehemalige US-Außenministerin soll in der kommenden Woche auf dem Parteitag der Demokraten offiziell zur Kandidatin ihrer Partei gekürt werden.

Die erste TV-Debatte im US-Wahlkampf zwischen Demokraten und Republikanern findet am 26. September in New York statt. Die weiteren Debatten sind am 9. und 19. Oktober an den Universitäten in St. Louis (Missouri) und Las Vegas (Nevada) geplant. Zudem treten die Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten am 4. Oktober in Farmville (Virginia) gegeneinander an. Gewählt wird am 8. November.

aar/AP/dpa

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