Russlandaffäre Trump junior will offenbar erneut vor Senatsausschuss aussagen

Der Mueller-Bericht ist vorgelegt, die Ermittlungen dauern an: In der Russlandaffäre wird Donald Trump junior laut US-Medien im Juni erneut aussagen. Aber für die Befragung gibt es Einschränkungen.

Donald Trump junior
Joshua Roberts/ REUTERS

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Donald Trump junior hat sich offenbar bereit erklärt, in der Russlandaffäre vor dem Geheimdienstausschuss des Senats auszusagen. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf informierte Kreise, darunter "Washington Post" und "New York Times".

Damit tritt der älteste Sohn des Präsidenten in den Ermittlungen bereits zum zweiten Mal vor einen Senatsausschuss. Bereits im September 2017 hatte Trump junior vor dem Justizausschuss ausgesagt. Damals ging es um ein Treffen mit Vertretern Russlands im Trump-Tower sowie ein Bauprojekt seines Vaters in Moskau.

Bei der erneuten Befragung, die im Juni stattfinden soll, wird es den Berichten zufolge aber Einschränkungen geben: Sie soll hinter verschlossenen Türen erfolgen und nicht länger als vier Stunden dauern. Die Fragen sollen auf eine begrenzte Zahl von Bereichen beschränkt werden, hieß es.

Ausschuss hatte Trump junior unter Strafandrohung vorgeladen

Durch die Einigung wurde ein drohender Streit zwischen dem Kongress und dem Weißen Haus abgewendet. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der von Republikanern geführte Geheimdienstausschuss den Präsidentensohn unter Strafandrohung vorgeladen hatte, um weitere Fragen im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen zu beantworten.

Donald Trump junior
MONEY SHARMA/ AFP

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Präsident Donald Trump reagierte darauf irritiert. Trump junior willigte den Berichten zufolge zunächst ein, unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszusagen. Diese Zusage zog er dann aus unbekannten Gründen zurück. Nach dem Bericht der "New York Times" hatte der Anwalt des jüngeren Trump vor der Einigung bereits einen Protestbrief an den Geheimdienstausschuss vorbereitet.

Trump wehrt sich gegen Herausgabe des kompletten Mueller-Berichts

Sonderermittler Robert Mueller hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob Donald Trumps Wahlkampfteam im Vorfeld der Präsidentenwahl 2016 geheime Absprachen mit Russland getroffen hatte und ob der US-Präsident die Justiz behindert hatte.

Seinen Bericht legte Mueller Ende März vor. Der Sonderermittler und sein Team waren zwar auf "zahlreiche" Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands gestoßen. Beweise für eine Straftat fanden sie aber nicht.

Dagegen entlastete Mueller den Präsidenten ausdrücklich nicht von dem Verdacht, die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten in strafrechtlich relevanter Dimension behindert zu haben. Die öffentliche Version des Berichts enthält zahlreiche geschwärzte Stellen, Trump wehrt sich gegen die Herausgabe des kompletten Reports.

aev/AFP/dpa



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