USA Kohle-Befürworter soll US-Umweltschutzbehörde leiten

Obama sagte dem Klimawandel den Kampf an, Donald Trump hat dafür nichts übrig. Jetzt will er Scott Pruitt, einen Kohle-Befürworter, zum Chef der Behörde machen.

Scott Pruitt
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Scott Pruitt


Donald Trump will Scott Pruitt, einen engen Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie, zum Chef der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA machen. Das bestätigte das Team des designierten Präsidenten mehreren US-Medien. Nach Einschätzung der "New York Times" belegt die Entscheidung Trumps Absicht, die Errungenschaften seines Vorgängers Barack Obama in Sachen Klimaschutz abzubauen.

Als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma kämpfte Pruitt gegen Obamas "Clean Power Plan". Dieses Vorhaben für sauberere Kraftwerke bezeichnete Pruitt als "Krieg gegen die Kohle".

Im Jahr 2014 führte Pruitt nach Recherchen der "New York Times" eine Allianz großer Energieversorger gegen klimapolitische Regulierungen Obamas an. Rechtlich ist es Trump nicht möglich, den "Clean Power Plan" komplett einzureißen. Er kann ihn aber entscheidend aufweichen.

Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach angekündigt, er werde die EPA abschaffen, vor allem weil sie zu teuer sei. Aufgrund seiner ablehnenden Einstellung gegenüber dem Klimaschutz, appellierten Politiker und Umweltaktivisten an Trump, seine Haltung zu überdenken.

Ebenfalls nach übereinstimmenden Berichten wurde eine weitere Personalie bekannt: Der ehemalige General John Kelly soll der neue Heimatschutzminister im Kabinett Donald Trumps werden. Bis vor kurzem führte der 66-jährige Kelly das Southern Command der US-Streitkräfte. Neben Sicherheitsberater Michael Flynn und Trumps Kandidat für das Amt des Verteidigungsministers, James Mattis, wäre Kelly bereits der dritte General in der neuen US-Regierung.

jgs/dpa



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