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Attacke auf Nancy Pelosi Trump pöbelt gegen mächtigste Frau Amerikas

Die Feindschaft zwischen Donald Trump und US-Oppositionschefin Nancy Pelosi erreicht eine neue Eskalationsstufe. Die Demokratin will den Präsidenten angeblich im Gefängnis sehen - der kontert beleidigend.

Donald Trump hatte gute Vorsätze, sagt er. Er habe versucht, nett zu Nancy Pelosi zu sein. Doch die demokratische Oppositionschefin sei eine "gemeine, rachsüchtige, furchtbare Person".

Der Grund für Trumps neuerliche Empörung ist ein Satz Pelosis, der bei einem Treffen von Demokraten gefallen sein soll: "Ich will nicht, dass er (Trump) seines Amtes enthoben wird. Ich will ihn im Gefängnis sehen."

So zitiert das Nachrichtenportal "Politico" die angeblichen Äußerungen Pelosis. Bestätigt ist die Aussage nicht.

Trump zeigt sich dennoch außer sich: "Ich denke, sie ist eine Zumutung", sagte Trump über die demokratische Vorsitzende des Abgeordnetenhauses im US-Kongress.

Der Gefängnis-Satz hat ihn offenbar besonders getroffen - zumal er gefallen sein soll, "während ich im Ausland bin", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News am Rande der Gedenkfeierlichkeiten zur Landung der Alliierten vor 75 Jahren in der Normandie.

Donald Trump: "Das war eine fiese Bemerkung"

Donald Trump: "Das war eine fiese Bemerkung"

Foto: David Vincent/AP

Angespanntes Verhältnis

Als Vorsitzende des Abgeordnetenhauses steht Pelosi nach Präsident und Vizepräsident an dritter Stelle in der US-Politik. Die 79-Jährige sitzt seit mehr als drei Jahrzehnten im Abgeordnetenhaus. Trump sprach ihr in dem Interview Talent ab und warf ihr vor, sie sei nicht in der Lage, Deals abzuschließen. Er habe auch einen Spitznamen für sie: "nervöse Nancy", weil sie einem Nervenwrack gleiche. Die Beziehung zwischen Trump und Pelosi gilt seit Langem als angespannt.

Im Kern geht es derzeit um mögliche Folgen aus dem Abschlussbericht des Sonderermittlers Robert Mueller, der seit Mai 2017 untersucht hatte, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf und ob Trump die Justizermittlungen behinderte.

Nach einem öffentlichen Auftritt Muellers Ende Mai, bei dem er Trump ausdrücklich nicht vom Vorwurf der Justizbehinderung freigesprochen hatte, ist unter den Demokraten die Debatte über ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump neu entbrannt.

mho/dpa
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