Konflikt mit Nordkorea Trump kündigt "größte Sanktionen aller Zeiten" an

Donald Trump setzt im Streit mit dem Regime in Pjöngjang auf weitere Strafmaßnahmen statt Gespräche. Die Sanktionen sollen auf das Atomprogramm abzielen.
Donald Trump

Donald Trump

Foto: Andrew Harnik/ AP

Von einer Entspannung zwischen den USA und Nordkorea kann keine Rede sein. Donald Trump will die Strafmaßnahmen gegen das asiatische Land drastisch verschärfen. "Heute gebe ich bekannt, dass wir das größte Maß an neuen Sanktionen gegen das Regime in Nordkorea verhängen, das es je gegeben hat", kündigte er an. Im Laufe des Tages will der US-Präsident noch eine Ansprache halten.

Das Finanzministerium werde bald Maßnahmen ergreifen, um Einnahmequellen trockenzulegen, die Nordkorea für sein Atomprogramm und das Militär nutze. Die Sanktionen richteten sich gegen mehr als 50 Reedereien, Schiffe und Handelsfirmen, welche die Regierung in Pjöngjang darin unterstützten, bisherige Strafmaßahmen zu umgehen.

Trump erwähnte die Sanktionen auch in seiner Rede vor der konservativen Vereinigung CPAC. Laut Regierungskreisen sind davon 27 Unternehmen und 28 Schiffe betroffen, die sich in Nordkorea, China, Singapur, Taiwan, Hongkong, den Marshallinseln, Tansania, Panama und den Komoren befänden, dort registriert seien oder unter den jeweiligen Flaggen führen.

Vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele war es überraschend zu einer Annäherung zwischen Nord- und Südkorea gekommen. Es gibt aber Befürchtungen, dass die Spannungen wieder aufflammen, wenn die Winterspiele am Sonntag und die anschließenden Paralympischen Spiele am 18. März beendet sind.

Danach wollen die USA und Südkorea auch mitteilen, wann sie die Militärmanöver wieder aufnehmen werden, die wegen Olympia zunächst verschoben worden waren. Die USA, die Uno und die EU hatten bereits in den vergangenen Monaten mit neuen Sanktionen auf die nordkoreanischen Atom- und Raketentests reagiert.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte bereits während seiner Ostasienreise zu Beginn des Monats angekündigt, dass die USA in Kürze ihre bislang "härtesten und aggressivsten Sanktionen" gegen Nordkorea verhängen würden.

Video: Die Geschichte hinter Trumps "Little Rocket Man"

SPIEGEL ONLINE

Pence attackierte am Donnerstag die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, die der Delegation in Pyeongchang angehört hatte und das Gesicht der nordkoranischen Charmeoffensive gegenüber Südkorea war. Kim Yo Jong sei eine "zentrale Säule des tyrannischsten und repressivsten Regimes auf dem Planeten", sagte Pence in seiner Rede vor der CPAC-Jahresversammlung.Ein Treffen mit Pence in Südkorea sagte eine hochrangige Delegation aus Pjöngjang nach Angaben der USA ab.

als/Reuters/dpa/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.