Vor Staatsbesuch in Großbritannien Trump preist Brexit-Hardliner

"Das sind zwei sehr gute Kerle": Kurz vor seinem Großbritannien-Besuch lobt US-Präsident Trump die Brexit-Vorkämpfer Farage und Johnson. Ein Affront gegen Gastgeberin May.

Donald Trump in Washington: "Ich mag sie"
Evan Vucci/ AP

Donald Trump in Washington: "Ich mag sie"


Kurz vor seinem Staatsbesuch in Großbritannien hat US-Präsident Donald Trump die beiden Brexit-Hardliner Boris Johnson und Nigel Farage in höchsten Tönen gelobt. Er sei mit beiden befreundet, sagte Trump in Washington auf die Frage, ob er bei seinem Besuch auch Treffen mit Johnson oder Farage plane.

Der US-Präsident wird in der kommenden Woche zu einem Staatsbesuch in Großbritannien erwartet. Sein Besuch dort ist hoch umstritten. Es wird mit massiven Protesten gerechnet.

Über die beiden Brexit-Hardliner sagte Trump: "Das sind zwei sehr gute Kerle, sehr interessante Leute." Farage habe bei der Europawahl einen großen Sieg eingefahren. "Ich mag sie", sagte Trump weiter. Er habe aber nicht darüber nachgedacht, die beiden zu unterstützen. Das sei nicht seine Angelegenheit. "Aber ich habe großen Respekt für diese beiden Männer", betonte er.

Nach einem monatelangen Machtkampf rund um den Brexit hatte Premierministerin Theresa May vor einigen Tagen ihren Rücktritt angekündigt. Sie gibt am 7. Juni die Führung der britischen Konservativen ab und wird bis Ende Juli auch als Regierungschefin ersetzt. Donald Trump wird sie jedoch noch als Premierministerin empfangen.

Im Juli 2018 war Trump bereits zu einem Arbeitsbesuch in Großbritannien gewesen. Damals düpierte er die britische Premierministerin May mit einem Interview in der Boulevardzeitung "Sun", das während seines Aufenthalts veröffentlicht wurde. Er warf May darin vor, seine Ratschläge bezüglich des EU-Austritts ignoriert zu haben.

Lob hatte Trump damals dagegen für Mays Dauerrivalen Johnson, der nur wenige Tage zuvor aus Protest gegen Mays Brexit-Kurs vom Amt als Außenminister zurückgetreten war.

Nach Mays nun angekündigtem Rücktritt brachte Johnson sich umgehend als möglicher Nachfolger in Stellung und drohte mit einem EU-Austritt ohne Abkommen. Auch Farage wirbt seit Jahren für einen Austritt Großbritanniens aus der EU. Seine vor wenigen Wochen gegründete Brexit-Partei war der klare Sieger bei der Europawahl in Großbritannien.

mal/dpa

insgesamt 27 Beiträge
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claus7447 30.05.2019
1.
Der Donny, er hat zwar keine Ahnung was Brexit bedeutet, aber immer schön gegen die EU. Ich kannst verstehen, passt ihm nicht.
siebke 30.05.2019
2. Wau
er ist der Branstifter, Unruhestifter Nummer 1 Weltweit. Was für ein "Staatsmann" wische mir immer noch die Augen ( fast jeden Tag) was dieser Präsident jeden morgen zum Frühsück schluckt. Brauchen wir "diese" Kommentare??
hahewo 30.05.2019
3. Trump / Brexit
Wer gibt schon etwas auf das Geplärre dieses Hirntoten aus dem weißen Haus? Aber wie heißt es: Jedes Volk erhält den, den es verdient. Hoffentlich macht der Chinese mit einem Bodenschatzembargo gegen die USA ernst. Die EU haben für Kontramaßnahmen ja keinen Mumm, sondern kaufen, im Gegenteil, den Amis noch ihren Müll ab. Jeder Mafiaboß hat im kleinen Finger mehr Hirn als dieser Präsident in seinem Hutständer.
Darkqueen 30.05.2019
4.
Na ja Donni hat den Engländern ja auch ein Handelsabkommen unterbreitet in dem die sich absolut den Amis unterwerfen müssten deswegen will er den Bretix um sein Chlorhuhn und den Genmais an irgendjemand los zu werden
l/d 30.05.2019
5. Er wird versuchen,
die Briten mit in sein Anti-Europa-Boot zu ziehen und Sonderdeals versprechen. Und die Briten werden (auch aus Dankarkeit für Falkland, wo die USA sie wortwörtlich vor dem Untergang bewahrte) das Boot wechseln. Und feststellen, das dieses ganz gewaltig leckt - und dass von Trump nur ein Korken kommt.
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