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Angeblicher Wahlbetrug Trump löst umstrittene Untersuchungskommission auf

Mehrfach hat Donald Trump behauptet, bei der Präsidentschaftswahl sei es zu Betrug gekommen. Nun sagte seine Sprecherin: Es gebe zwar "erhebliche Beweise" - doch die Untersuchungskommission werde aufgelöst.

US-Präsident Donald Trump hat eine Kommission aufgelöst, die einen angeblichen Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl 2016 untersuchen sollte. Trump unterzeichnete am Mittwoch einen entsprechenden Erlass, wie seine Sprecherin Sarah Sanders mitteilte . Trotz "erheblicher Beweise für Wahlbetrug" hätten sich viele Bundesstaaten geweigert, der Kommission Informationen zu geben, sagte Sanders.

Das Gremium war umstritten. Für Aufruhr sorgte unter anderem, dass es von den Bundesstaaten die Herausgabe teils sensibler Daten aus den Wählerverzeichnissen verlangte. Viele Staaten weigerten sich, dies tun.

Trump hatte nach seinem Sieg im November 2016 immer wieder erklärt, bei der Wahl habe seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton zwischen drei und fünf Millionen Stimmen erhalten, die nie hätten abgegeben werden dürfen. Trump lieferte für seine Behauptung nie Beweise.

In der Gesamtzahl stimmten für Clinton fast drei Millionen Amerikaner mehr als für Trump. Entscheidend war jedoch die Verteilung auf die Bundesstaaten und damit auf die Wahlmänner. Die Wahl wird von den Bundesstaaten organisiert. Experten schließen aus, dass es zu einem Betrug in einer solchen Größenordnung kommen kann.

aar/dpa