US-Wahlkampf Republikaner besorgt über Trumps mangelnde Sachkenntnis

Die Kandidatur von Donald Trump macht den Republikanern Sorgen. Der Grund: die peinlichen Wissenslücken des Präsidentschaftsanwärters.
Donald Trump

Donald Trump

Foto: LUCY NICHOLSON/ REUTERS

Mitch McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, hat dem Präsidentschaftsbewerber Donald Trump geraten, einen versierten Kandidaten als seinen Vize auszuwählen. "Er braucht jemanden mit viel Erfahrung und viel Wissen, denn es ist ziemlich offensichtlich, dass er nicht viel über die Themen weiß", sagte McConnell "Bloomberg Politics" .

McConnell sagte, er habe Trump mehrfach geraten, bei seinen Reden ein Skript zu benutzen. "Es ist nicht schlimm, einen vorbereiteten Text zu benutzen."

Der republikanische Mehrheitsführer kritisierte auch Trumps Angriffe auf verschiedene ethnische Gruppen. Es gebe eine ganze Reihe von Aussagen Trumps, denen er entschieden widerspreche, sagte McConnell. Er schließe es auch nicht aus, seine Unterstützung für die Kandidatur Trumps wieder zurückzuziehen.

Die Äußerungen zeigen, dass die republikanische Führung sich weiterhin schwertut mit Trump, auch wenn die meisten sich mit seiner Kandidatur inzwischen abgefunden haben. Zuletzt hatte der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, scharfe Kritik an Trump wegen dessen Angriff auf einen Bundesrichter geübt.

Trump hatte dem mexikanisch-stämmigen Bundesrichter Gonzalo Curiel Befangenheit unterstellt. Der Richter leitet ein Verfahren wegen Studententäuschung gegen die Trump-University. Trump hatte laut "Los Angeles Times" gesagt, der Richter hasse ihn, weil Curiel in Mexiko geboren sei. Curiel stammt allerdings aus East Chicago, Indiana, und war lange Staatsanwalt im kalifornischen San Diego, ehe er Chefankläger und schließlich Bundesrichter wurde.

asa