Neonazi-Aufmarsch in Charlottesville Mutter der getöteten Heather Heyer will nicht mit Trump reden

Die Aktivistin Heather Heyer wurde beim Neonazi-Aufmarsch in Charlottesville getötet. Donald Trump relativierte rechte Gewalt - und ist für die Mutter des Opfers nun tabu.

Trauernde in Charlottesville
AFP

Trauernde in Charlottesville


Die Mutter des Todesopfers von Charlottesville, Susan Bro, lehnt ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump ab. Dem Fernsehsender ABC sagte sie, sie bedauere das. Aber nach dem, was Trump über ihre Tochter gesagt habe, sei ihr das nicht möglich. Das Weiße Haus habe mehrfach versucht, sie zu erreichen.

Bro sagte, sie habe den Ausschnitt eines Videos von Trumps Pressekonferenz gesehen. Dabei habe er die Teilnehmer des Aufmarschs weißer Rassisten und Mitglieder des Ku Klux Klan mit den Gegendemonstranten in Charlottesville auf dieselbe Stufe gestellt. Diese Äußerung könne Trump nicht einfach wegwischen, indem er ihre Hand schüttele und erkläre: "Es tut mir leid".

Bros Tochter, die 32-jährige Heather Heyer, gehörte zu denjenigen, die am vergangenen Samstag in der Universitätsstadt im Bundesstaat Virginia gegen die Kundgebung Hunderter Rechtsextremisten auf die Straße gingen. Ein 20-jähriger Neonazi-Anhänger fuhr mit dem Auto in die Menge der Gegendemonstranten. Dabei wurde Bros Tochter getötet, 19 weitere Menschen erlitten Verletzungen.

bam/dpa



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