Russlandaffäre Trump-Kontakt war Anwältin des russischen Geheimdiensts FSB

Ihr Treffen mit Donald Trump junior befeuerte die Russlandaffäre des US-Präsidenten. Nun kommt heraus: Natalija Wesselnizkaja hat als Anwältin auch für den russischen Geheimdienst FSB gearbeitet.
Natalija Wesselnizkaja

Natalija Wesselnizkaja

Foto: REUTERS/ Kommersant

In der Russland-Affäre von US-Präsident Donald Trump wird ein neues pikantes Detail bekannt: Die russische Anwältin, mit der sich Donald Trump junior im Wahlkampf 2016 getroffen hat, um "Schmutz" über Hillary Clinton zu erfahren, hat früher den russischen Geheimdienst FSB vertreten.

Natalija Wesselnizkaja verteidigte zwischen 2005 und 2013 die von der KGB-Nachfolgebehörde geführte Militäreinheit "55002" erfolgreich in einem juristischen Streit um eine Immobilie in Moskau. Das geht aus Akten hervor, die den Nachrichtenagenturen Reuters und AP vorliegen.

Wesselnizkaja ist eine Schlüsselfigur in der Affäre um eine mögliche Beeinflussung der US-Präsidentenwahl durch Russland. Donald Trump junior räumte in diesem Monat ein, sich während des Wahlkampfs mit Wesselnizkaja getroffen zu haben. An dem Treffen im Juni 2016 nahmen auch sein Schwager Jared Kushner und Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort teil.

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Alle drei Männer sollen in der kommenden Woche US-Senatoren Rede und Antwort stehen: Am Montag sagt Kushner vor dem Geheimdienstausschuss hinter geschlossenen Türen aus. Am Mittwoch sind dann Auftritte von Manafort und Trump junior im Justizausschuss geplant.

Neben den Senatoren befasst sich auch Sonderermittler Robert Mueller mit der Affäre. Medienberichten zufolge suchen Trumps Anwälte nach Wegen, wie die Arbeit des früheren FBI-Chefs eingeschränkt oder untergraben werden könnte.

dop/Reuters/AP