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29. Januar 2018, 08:14 Uhr

US-Präsident im Interview

Trump nennt EU-Handelspolitik "sehr unfair"

Donald Trump hat im britischen Fernsehen gegen die EU und seine britische Alliierte Theresa May ausgeteilt. Auf Nachfrage verriet er im Interview mit ITV Details zu seinen Ess- und Twitter-Gewohnheiten.

In einem einstündigen Interview mit dem britischen Privatsender ITV hat US-Präsident Donald Trump über vieles Auskunft gegeben: Gefragt nach Burgern und Cola sagte er, das nehme er "gelegentlich" zu sich, insgesamt esse er aber "gesund", seine Mahlzeiten werden von "von den besten Köchen der Welt" zubereitet.

Auch "Fake News" und sein Twitter-Verhalten waren Thema. Es würden einfach "so viele Falschmeldungen über ihn verbreitet, Nachrichten, die sehr falsch oder erfunden sind", kritisierte Trump. Auch darum nutze er Kurzbotschaften via Twitter so intensiv und verschicke sie schon morgens, "vielleicht manchmal aus dem Bett, vielleicht manchmal während des Frühstücks": Wenn er das nicht tue, könne er sich "nicht verteidigen", so Trump.

Es ging aber auch um Politik: Der EU warf Trump erneut eine "sehr unfaire" Handelspolitik vor. Er habe eine Menge Probleme mit der Europäischen Union gehabt, sagte Trump. "Wir bekommen unsere Produkte nicht hinein. Es ist sehr, sehr schwer. Und dennoch senden sie ihre Produkte zu uns - keine Steuern, sehr geringe Steuern. Das ist sehr unfair."

Er könne auch andere Länder benennen, die sich so verhielten. "Aber die Europäische Union war sehr, sehr unfair zu den USA. Und ich denke, es wird sich herausstellen, dass das sehr zu ihrem Nachteil sein wird." Trump spielte damit auf ein neues Gesetz an, das Strafzölle von 30 Prozent auf importierte Solaranlagen vorsieht.

Noch beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos hatte Trump anders geklungen, konzilianter zu den EU-Nationen und zu europäischen Unternehmen. In der Abschlussrede bot er der Welt "Amerikas Freundschaft und Partnerschaft" an. "Amerika zuerst bedeutet nicht Amerika allein", sagte Trump. Die Vereinigten Staaten seien für Handel und Geschäftsbeziehungen offen und scheuten dabei keine Konkurrenz.

Zum Brexit sagte Trump, der in der britischen Premierministerin Theresa May eigentlich eine enge Verbündete sieht, er hätte an ihrer Stelle mit der EU besser verhandelt. "Hätte ich so verhandelt? Nein", erklärte der US-Präsident. Er wäre "mit einer anderen Haltung" an das Thema herangegangen, und hätte der EU erklärt, das sie "die Erwartungen nicht erfüllt".

cht/Reuters

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