Tweet zu Nordkorea Trump "mag" Kim Jong Un - und nimmt Sanktionen zurück

Mit einem Tweet über Nordkorea stiftet US-Präsident Trump Verwirrung. Auch die Erklärung seiner Sprecherin bringt nur bedingt Erkenntnisse.

Kim Jong Un, Donald Trump: Auf bestem Weg zur Männerfreundschaft?
REUTERS

Kim Jong Un, Donald Trump: Auf bestem Weg zur Männerfreundschaft?


Donald Trump hat auf Twitter bekannt gegeben, dass US-Sanktionen gegen Nordkorea wieder zurückgenommen werden. Welche Sanktionen er genau meint und warum sie nicht weiter ausgeführt werden, ließ er offen.

"Das US-Finanzministerium hat heute verkündet, dass zusätzliche umfangreiche Sanktionen zu den schon bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea hinzugefügt werden", twitterte der US-Präsident. Er habe an diesem Freitag angeordnet, diese zusätzlichen Sanktionen wieder zurückzunehmen.

Die Sprecherin des Weißen Hauses Sarah Huckabee Sanders erklärte, dass Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un "mag". Er sei nicht der Meinung, dass diese Sanktionen nötig seien.

Der US-Fernsehsender CNN berichtet, auch mehrere Mitarbeiter des Weißen Hauses hätten ihre Verwunderung über den Tweet kundgetan. Sie seien unsicher, was damit genau gemeint sei.

Sanktionen gegen Schifffahrtsunternehmen

Das US-Finanzministerium hatte am Donnerstag Sanktionen gegen zwei chinesische Schifffahrtsunternehmen verhängt, die Nordkorea bei der Umgehung internationaler Strafmaßnahmen geholfen haben sollen. Beobachter werteten diese Sanktionen nicht als umfangreich - im Vergleich zu den Strafmaßnahmen, die ansonsten gegen Nordkorea in Kraft sind. Ob Trump diese indirekten Sanktionen vom Vortag meinte, war zunächst unklar.

Ende Februar war ein zweites Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump in Vietnam ohne Absichtserklärung zu Ende gegangen. Die Sanktionen, die das US-Finanzministerium am Donnerstag verkündet hatte, waren die ersten US-Strafmaßnahmen gegen Nordkorea seit dem gescheiterten Treffen.

hba/dpa



insgesamt 27 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
senapis 22.03.2019
1. Falsch vom ersten Tweet an!
Keiner hätte auf die ersten Tweets dieses Gröprdaz (größter Präsidenten Darsteller aller Zeiten) eingehen dürfen und mit der Bemerkung auf die ungenügenden Ausdrucksmöglichkeiten und die üblichen Nachrichtenkanäle diese retournieren. Hatte man Angst, "oldschool" zu wirken?
R2-D3 22.03.2019
2. Ahhhhhh......
.....ich kann nicht mehr! Ich will nicht mehr! Ich ertrage es nicht mehr! Tweets vom Trump! Das ist Folter! Schlimmer als Waterboarding! Aufhören! Aua! Ich tue alles! Aufhören! Ahhhhhhhhhhhh..... Ich weiß - das ist keine Debatte, aber die Inhalte diese dummen Tweets leider auch nicht, Das ist NICHTS. TRASH. Jemand muss was machen! Bitte! Bitte!
s-achte 22.03.2019
3.
Machen jetzt nur noch ungebildete Hampelmänner Politik? Wo bleiben Menschen, die man früher als 'staatstragend' bezeichnen konnte? Nicht, daß die alles richtig gemacht hätten, aber es war wenigstens noch soviel Intellekt vorhanden, daß man sich damit auseinandersetzen konnte! Die populistischen Tiefflieger, die jetzt so überall rumturnen, katapultieren uns komplett in längst verarbeitet geglaubte Zeiten zurück!
giggs1999 22.03.2019
4.
Dieser Wirrkopf wird noch so manche Überraschung auf Lager haben. Warum sein Handeln noch zur Diskussion stellen, mit gesundem Menschenverstand ist es eh nicht nachvollziehbar. Und sollte er den Friedensnobelpreis bekommen, kann er sich an nichts mehr erinnern.
Leser_01 22.03.2019
5.
Ist es SpOn möglich, die Trump-Tweets korrekt zu übersetzen, oder muss wirklich jeder Einzelne dieser Tweets eine missverständliche Überschrift bekommen? Trump nicht nicht die Sanktionen zurück, sondern lediglich zusätzliche Sanktionen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.