Staatsbesuch des US-Präsidenten Trump reist nach Großbritannien und Frankreich

US-Präsident Donald Trump kommt Anfang Juni nach Großbritannien und Frankreich. In London wird mit massiven Protesten gerechnet.

US-Präsident Donald Trump: Staatsbesuch in London vom 3. bis 5. Juni
Pablo Martinez Monsivais / AP

US-Präsident Donald Trump: Staatsbesuch in London vom 3. bis 5. Juni


Donald Trump reist im Sommer nach Großbritannien und Frankreich. Der US-Präsident habe eine Einladung von Königin Elizabeth II. akzeptiert, teilte der Buckingham-Palast mit.

Die Königin entspricht damit dem Wunsch der britischen Regierung. Der Trump-Besuch ist jedoch höchst umstritten. Es wird mit massiven Protesten gerechnet.

Am 6. Juni reist Trump weiter nach Frankreich. Dort werde er Präsident Emmanuel Macron treffen, teilte das Weiße Haus mit.

Trump plane die Reise nach Großbritannien mit seiner Frau Melania für die Zeit vom 3. bis zum 5. Juni, hieß es weiter. Premierministerin Theresa May hatte die Einladung an Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2017 ausgesprochen. Sie stieß damit in ihrem Land auf Empörung.

Eine Staatsvisite wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehrung. Vor Trump wurde sie nur zwei US-Präsidenten zuteil: George W. Bush und Barack Obama. Zu einem Staatsbesuch gehört unter anderem die Fahrt in einer vergoldeten Kutsche über die Prachtstraße "The Mall" in London und ein Staatsbankett im Buckingham-Palast.

Beim Antrittsbesuch düpierte Trump May

Der Staatsbesuch hätte längst stattfinden sollen. Doch London ließ sich mit einem Termin wohl im Hinblick auf die erwarteten Proteste Zeit. Einen Vorgeschmack auf das Event gab es im Juli vergangenen Jahres, als Trump zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Großbritannien kam. Er war in der Botschafterresidenz in London untergebracht, nahm aber nur Termine außerhalb der Hauptstadt wahr und reiste per Hubschrauber. Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit der Queen auf Schloss Windsor.

Trump düpierte bei dem Besuch die Premierministerin mit einem Interview der Boulevardzeitung "Sun", das kurz nach einem festlichen Gala-Dinner auf Blenheim-Palace, dem Geburtsort Churchills, veröffentlicht wurde. Er warf May vor, seine Ratschläge bezüglich des EU-Austritts ignoriert zu haben.

cte/dpa



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